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RSA

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RSA

Bei „RSA“ handelt es sich um ein asymmetrisches kryptografisches Verfahren zur Verschlüsselung sowie Entschlüsselung von Inhalten. Zugleich kann das RSA als digitale Signatur verwendet werden. Entwickelt wurde das Verschlüsselungsverfahren RSA im Jahr 1977 von den Mathematikern und Kryptologen Ron Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman am Massachussetts Institute of Technology in Cambridge. Die Abkürzung „RSA“ setzt sich auf den Anfangsbuchstaben der Familiennamen der Erfinder zusammen. Seit 1983 unterliegt das RSA-Verfahren dem Patentschutz.

Der Aufbau von RSA

RSA setzt sich aus zwei Schlüsseln zusammen, mittels derer sich Daten verschlüsseln und entschlüsseln lassen. Der private Schlüssel – der Private Key – dient beim RSA-Verfahren dem Entschlüsseln und Signieren von Daten. Mit dem öffentlichen Schlüsseln – dem Public Key – des RSA werden die Inhalte verschlüsselt und Signaturen geprüft. Während das Passwort des öffentlichen Schlüssels bekannt ist, wird der Schlüsselcode des privaten Schlüssels geheim gehalten.

Die Funktionsweise von RSA

Durch das Verfahren RSA kann der Absender einer E-Mail diese Nachricht mit Hilfe des öffentlichen Schlüssels verschlüsseln. Der Empfänger der Nachricht kann diese durch das RSA-Verfahren einfach mit dem privaten Schlüssel entschlüsseln und somit lesen. Die Signatur-Funktion von RSA dient dabei dazu, dass der Empfänger der Nachricht sichergehen kann, dass die E-Mail auch tatsächlich vom angegebenen Absender stammt.

RSA: Berechnung der Schlüssel

Sowohl der öffentliche als auch der private Schlüssel werden beim RSA-Verfahren aus Primzahlen berechnet, die frei gewählt werden können. Um daraus die beiden Schlüssel zu berechnen, verwendet der RSA-Algorithmus diese Primzahlen und multipliziert, potenziert sowie faktorisiert. Heraus kommt dabei eine 77 stellige Zahl. Bei der Verschlüsselung mit RSA handelt es sich um eine Einwegfunktion. Dies meint, dass eine Richtung der Verschlüsselung leicht zu berechnen ist, die andere jedoch nur schwer. Die Faktorisierung von Primzahlen ist z. B. sehr aufwändig, wohingegen die Erzeugung eines Codes mittels Multiplikation von Primzahlen vergleichsweise einfach ist. Theoretisch lassen sich solche Einwegfunktionen entschlüsseln. Beim RSA-Verfahren lässt sich also aus dem Code des öffentlichen Schlüssels der Code des privaten Schlüssels berechnen. Dies ist jedoch mit hohem mathematischem Aufwand verbunden, weshalb RSA als durchaus sicheres Verfahren gilt und häufig Anwendung findet. Die Signatur des RSA-Verfahrens beruht auf dem sogenannten Padding-Verfahren.