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Versandhandel

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Versandhandel

Von Versandhandel spricht man immer dann, wenn Kunden Waren über Kommunikationsmittel wie das Internet, Fax oder Telefon bestellen. Es handelt sich um das Gegenstück zum Einzelhandel, bei dem ein persönlicher Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer besteht. Beim Versandhandel findet kein direkter Austausch zwischen Kunde und Verkäufer statt, sondern vielmehr über das verwendete Medium, beispielsweise den Online-Shop oder den Printkatalog. Man spricht auch vom „Distanzhandel“, weil das Handelsgeschäft über eine längere Distanz hinweg abgewickelt wird.

Funktionsweise des Versandhandels

Beim Versandhandel informiert sich der Kunde selbstständig über das Sortiment des Händlers. Hierfür nutzt er entweder einen gedruckten Katalog, der von den meisten Versandhändlern kostenfrei auf dem Postweg zugeschickt wird, oder aber einen Online-Shop. Beim Online-Shop können alle Artikel im Internet angesehen und bei Interesse auch bestellt werden. Beim Einkauf per Katalog notiert der Kunde die Artikelnummern der gewünschten Waren und führt seine Bestellung schlussendlich per Telefon, per Fax, per Bestellformular auf dem Postweg, per E-Mail oder über den zugehörigen Online-Shop des Händlers aus. Beim Versandhandel über einen Online-Shop legt der Käufer die gewünschten Produkte in den Warenkorb und schickt seine Bestellung schließlich auf elektronischem Weg ab. Die Waren werden entweder nach der Zahlung oder bei der Zahlung auf Rechnung auch vorher mit Versanddienstleistern wie DHL oder Hermes an den Kunden verschickt.

Arten des Versandhandels

Es lassen sich grundsätzlich zwei Arten von Versandhandel unterscheiden. Ein Universalversandhandel weist keine Spezialisierung auf, sondern deckt ein breites Sortiment mit unterschiedlichsten Produktsparten ab. Typisch ist beispielsweise die Kombination von Bekleidung, Elektronikartikeln, Heimtextilien, Möbeln und Spielzeug. Im Gegensatz dazu steht der Spezialversandhandel, von dem nur eine bestimmte Produktsparte abgedeckt wird. Typisches Beispiel hierfür ist der Versandhandel mit einem Baumarkt-Sortiment oder ein Online-Shop mit einem Sortiment rund um Babys und Kinder.

Vorteile des Versandhandels

Der Versandhandel hat für den Verbraucher den Vorteil, dass er völlig unabhängig von Zeit und Ort einkaufen kann. Inzwischen ermöglichen mobile Shopping-Anwendungen sogar den Einkauf von unterwegs aus über das Smartphone. Zudem können sich Kunden in aller Ruhe das gesamte Sortiment ansehen, ohne im Gedränge in einem Geschäft wichtige Aspekte zu übersehen. Kaufentscheidungen können wesentlich fundierter getroffen werden. Verkäufer erreichen durch den Versandhandel eine wesentlich größere Zielgruppe als im Einzelhandel. Zudem können sie durch einen geringeren Personalbedarf sowie den Verzicht auf ein Ladengeschäft Kosten sparen.

Bessere Möglichkeiten durch Dropshipping

Der Versandhandel wird durch die Möglichkeit des „Dropshippings“ zusätzlich revolutioniert. Online-Händler müssen die angebotenen Waren nicht mehr vorrätig halten. Sie kooperieren mit Großhändlern, die die Waren im Falle einer Kundenbestellung direkt an den Käufer verschicken. Somit entfällt die Lieferstation des Händlers, wodurch nicht nur die Lagerkosten, sondern auch die Lieferkosten reduziert werden. Dadurch sinkt auch das naturgemäß hohe Lagerrisiko, das mit dem Versandhandel einhergeht. Einen Online-Shop kann man heute ohne große Kapitalbasis starten.