Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Vielen Dank für Ihre Kontaktanfrage. Wir werden uns bei Ihnen schnellstmöglich zurückmelden.

Viewtime

Alle Lexikon

Viewtime

Die Viewtime bezeichnet die Zeitspanne, während der sich ein Internetuser eine Website ansieht. Es handelt sich dabei um die Zeit, die ab dem Aufruf der Seite bis zum Verlassen oder Wechsel zu einer anderen Seite vergeht. Die Viewtime ist ein sogenannter Key-Performance-Indicator (KPI), der herangezogen werden kann, um die Sichtbarkeitsdauer von Werbeanzeigen auszudrücken und die Werbereichweite zu ermitteln.

Bedeutung der Viewtime für die Werbebranche

Die Viewtime hat insbesondere in der Werbebranche, im Speziellen in der Onlinewerbung, eine große Bedeutung und stellt einen der neueren KPIs dar. Er dient dazu, um zu ermitteln, wie lange ein Nutzer ein Werbemittel, beispielsweise ein Werbebanner auf einer Website, tatsächlich gesehen hat. Je länger diese Zeitspanne ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer die Werbung tatsächlich wahrgenommen und nicht nur überscrollt hat. Daher wird die Viewtime verwendet, um den Erreichungsgrad von Kampagnenzielen zu beurteilen und die Chancen auf die Zielerreichung zu steigern.

Nutzung der Viewtime in der Praxis

Die Viewtime wird in Sekunden oder Millisekunden gemessen. Alleine und für sich genommen hat sie jedoch nur wenig Aussagekraft. Häufig wird sie mit der Visibility (Sichtbarkeit) in ein Verhältnis gesetzt und dann beispielsweise in der Form 75/1 angegeben. Dies bedeutet, dass 75 Prozent des betrachteten Werbemittels für eine Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers zu sehen und somit für den Nutzer erkennbar waren. Je höher beide Teilwerte sind, als desto besser ist die Qualität des Werbeumfelds einzuschätzen. Ein typisches Beispiel für den Einsatz der Viewtime als Messwert ist der Einsatz von kurzen Videos als Werbemittel. Wenn beispielsweise in einem Werbeumfeld nur eine Sichtbarkeit von zwei oder drei Sekunden erreicht werden kann, machen Videos von 10 Sekunden oder mehr wenig Sinn, da es keine leichte Aufgabe ist, die Aufmerksamkeit des Lesers innerhalb von zwei oder drei Sekunden auf den Spot zu ziehen.

Risiken der Viewtime als KPI

Eines der größten Probleme der Viewtime ist aktuell noch, dass für die Erfassung dieser Zeitspanne JavaScript erforderlich ist. Da JavaScript jedoch auch ein potenzielles Gefahrenrisiko für Computer darstellt, haben viele User die Technologie über die Einstellungen ihres Browsers ausgeschaltet. Somit kann deren Viewtime nicht erfasst werden. Ein weiteres Problem ist die Messung selbst. Jede Messung verlangsamt die Ladezeiten einer Webseite und eines Werbemittels. Dies kann zum einen dazu führen, dass die Werbung überscrollt wird, weil der User noch vor der endgültigen Ladung weitergelesen hat. Zum anderen kann sich das Google-Ranking verschlechtern, da die Ladezeiten für die Suchmaschine ein wichtiges Rankingkriterium darstellen. Zudem kann nur schwer festgestellt werden, ob eine Werbung noch innerhalb der Viewtime überhaupt geladen wurde oder der User eventuell schon darüber gescrollt hatte, noch bevor sie überhaupt angezeigt wurde.