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Überweisen statt posten: Wird Facebook bald zur Bank?

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Facebook will künftig ins Bankgeschäft einsteigen und seinen Mitgliedern die Möglichkeit von Geldüberweisungen einräumen, so ein Bericht der Financial Times unter Berufung auf Personen, die an diesem Umsetzungsprozess beteiligt sind. Die entsprechende Banklizenz soll Facebook in den kommenden Wochen von der irischen Notenbank erhalten. Sobald die Zulassung erteilt wurde, kann das soziale Netzwerk eigenes E-Geld, eine virtuelle Facebook-Währung, in der Europäischen Union ausgeben und so zum Zahlungsabwickler im Netz avancieren.

Facebook kann bislang nur bestimmte Zahlungen abwickeln

Wenn Facebook die Lizenz als Anbieter elektronischer Bankdienste erhält, können Mitglieder auch untereinander Überweisungen tätigen. Bislang kann das Unternehmen nur bestimmte Transaktionen abwickeln. So können Nutzer Spiele kaufen sowie erweitern. Die entsprechenden Zahlungen an die Spiele-Entwickler werden von Facebook verwaltet, wofür das Unternehmen eine Gebühr erhebt. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass Facebook eine Vollbanklizenz erhält. Vielmehr wird die Zulassung auf das Geschäft mit elektronischem Geld beschränkt sein. Allerdings könnte dies auch im E-Commerce neue Handlungsfelder auftun.

Facebook sucht nach neuen Erlösquellen

Hintergrund des Einstiegs in das Bankgeschäft ist dem Zeitungsbericht zufolge, dass Facebook in den Markt der aufstrebenden Schwellenländer einsteigen möchte. So könnten beispielsweise Gastarbeiter Zahlungen in ihre Heimatländer über die „Facebook-Bank“ abwickeln. Problematisch in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass die irische Lizenz voraussichtlich nur Transaktionen innerhalb Europas zulassen wird. Inwieweit diese dann auf weitere Regionen ausgeweitet werden kann, bleibt abzuwarten. Wie die Zeitung weiter berichtet, würden bereits Verhandlungen über eine mögliche Partnerschaft mit drei jungen Geldtransfer-Anbietern aus London laufen. Gelingt Facebook der Ausbau des Zahlungsgeschäfts, könnten sich hierdurch neue, nicht unerhebliche Erlösquellen ergeben. Bislang resultieren die Einnahmen von Facebook vorrangig aus Werbeanzeigen.

Die Konkurrenz schläft nicht

Eine weitere Hürde auf dem Weg zur „Facebook-Bank“ dürfte sein, dass die Konkurrenz nicht gerade klein ist. So ist Google im Vereinten Königreich im Besitz einer Banklizenz. Auch die Tochterfirma der US-Handelsplattform eBay, Paypal, konnte sich mittlerweile als Alternative zu Banküberweisungen und Kreditkarten im Internet etablieren. Auch die Konkurrenz in China, etwa das führende Online-Kaufhaus Alibaba, schläft nicht und ist in diesem Gebiet äußerst aktiv.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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