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Deutsche Top-Stationärhändler im Vergleich zu solchen im Ausland

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Der E-Commerce-Dienst Locafox hat letztes Jahr eine Studie zur Online-Präsenz von deutschen, französischen, britischen und US-amerikanischen Stationärhändlern mit dem stärksten Umsatz durchgeführt. Das Ergebnis war, dass bei einigen deutschen Händlern Aufholbedarf bestand. Ein Jahr später wollte es Locafox noch einmal wissen und schaute sich die gleichen Händler erneut an. Dabei wurde deutlich, was sich innerhalb des Jahres verändert hat und welche Leistungen in den einzelnen Ländern am meisten geschätzt werden.

Der Schwerpunkt der neuen Studie lag auf den Kriterien Online-Shop-Funktion, Social-Media-Präsenz bei Facebook sowie Instagram, Click-&-Collect-Service und Anzeige der Verfügbarkeit von Produkten in den Filialen. Außerdem fand Locafox heraus, welche Händler über eine App verfügen und welche Seiten eine mobile Ansicht haben.

Anstieg der mobilen Webseiten

Vor allem hinsichtlich der mobilen Webseiten gab es eine deutliche Veränderung. So legen jetzt mehr deutsche Händler Wert auf eine mobile Webseite – der Anstieg liegt bei 41,2 Prozent. Der Grund könnte der sein, dass mobile Webseiten mittlerweile nicht mehr schwierig zu erstellen sind. Und wie wichtig mobile Ansichten sind, zeigt die wachsende Bedeutung von Smartphones, Tablets und Co.. So sagte Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung, IFH Köln, gegenüber Locafox schon letztes Jahr, dass bereits 44 Millionen Deutsche mittels mobiler Endgeräte ins Internet gehen.

Wo es allerdings immer noch einen Rückstand gibt, ist das Thema mobile Apps. Nur rund die Hälfte der deutschen Händler stellt Kunden eine App fürs Smartphone zur Verfügung. In den USA sind es ganze 92 Prozent, in Frankreich 84 Prozent und in Großbritannien immerhin noch 76 Prozent. Warum die Deutschen hier so sehr hinterherhinken, ist nicht klar. Vielleicht möchten sie den Fokus auf die mobile Webseite legen und unterschätzen den Wert einer App schlicht und einfach. Dabei könnten die zusätzlichen Funktionen einer App durchaus einen Mehrwert bieten.

Nur wenige deutsche Händler nutzen Instagram

Das Verhalten der deutschen Händler auf Instagram wurde dieses Jahr zum ersten Mal erforscht. Auch hier ist die Zahl aus Deutschland im Vergleich eher klein: Die Top-Händler aus den USA nutzen die Social-Media-Plattform mit 96 Prozent sehr aktiv. Sie posten Fotos von neuen Angeboten und vielem mehr, um sich zu vermarkten. Aber nur 68 Prozent der deutschen Händler und 72 Prozent der französischen nutzen die Foto-App. Eine Umstellung könnte sinnvoll sein, wenn man bedenkt, dass etwa 400 Millionen Menschen weltweit und mehr als neun Millionen in Deutschland Instagram nutzen.

Und auch in einem weiteren Punkt liegt Deutschland hinten – und zwar bei Click & Collect. Der Ausdruck bedeutet, dass Waren im Laden abgeholt werden, nachdem sie online bestellt (Buy & Collect) oder reserviert (Reserve & Collect) wurden. Die Briten liegen mit 84 Prozent vorne, dicht gefolgt von 80 Prozent der Franzosen. Deutschland steht mit 60 Prozent noch nach den USA mit 64 Prozent. Dafür sind die deutschen Händler in Sachen Reserve & Collect und Produktverfügbarkeitsanzeige ganz vorne. Zwei Drittel der Top-Händler lassen ihre Kunden auf der Webseite wissen, welche Produkte in den Läden verfügbar sind. Damit ist die Zahl um 16 Prozent gestiegen. Auch hinsichtlich der kostenlosen Reservierung von Waren im Geschäft (Reserve & Collect) sind die Deutschen fast an der Spitze: 24 Prozent bieten ihren Kunden diese Möglichkeit an. Sie werden nur überholt von den Franzosen mit 32 Prozent. Für Großbritannien (16 Prozent) und die USA (12 Prozent) hat Reserve & Collect fast keine Bedeutung.

Weiteres Potenzial trotz sichtbarer Verbesserungen

Online-Präsenz und Digitalisierung scheinen den deutschen Händlern im Vergleich zum Vorjahr wichtiger geworden zu sein – zumindest ergibt das die Studie, die sich mit den 25 Top-Händlern beschäftigte. Besonders stark sind sie – verglichen mit der ausländischen Konkurrenz – in der Produktverfügbarkeitsanzeige. Wert auf Apps für Smartphones legen sie jedoch viel weniger als die Händler aus den anderen untersuchten Ländern. Weiteres Potenzial besteht bei Reserve & Collect. Obwohl die deutschen Händler hier mit 24 Prozent eher an der Spitze liegen, ist der Wert immer noch nicht besonders hoch. Gleiches gilt für die Nutzung von Instagram.

Über den Autor Marek Henschke

Marek Henschke ist seit dem Jahr 2006 im Online Marketing tätig und ist der Online Marketing Manager von der Novalnet AG.

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