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Drupal Commerce: Ein guter Tropfen aus den Niederlanden

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Das Content Management System Drupal wurde im Jahr 2000 von 2 holländischen Studenten entwickelt. Ursprünglich diente es als Plattform zum Austausch von Informationen, heute lassen sich auch umfangreiche Online-Shops mit Drupal erstellen.

Der Name Drupal leitet sich aus dem holländischen Wort Drop ab, was Tropfen bedeutet. Passend dazu lehnt sich das Logo der Software – der Druplicon – an die Form und Farbe eines Wassertropfens an.

Für die Version 7 des CMS Drupal steht mit Drupal Commerce ein starkes Modul für Online-Shops zur Verfügung.

Von der Informationsplattform zum Content Management System

Die Software Drupal wurde eigentlich entwickelt, um eine soziale Plattform schaffen, auf der Informationen ausgetauscht werden können. Ein Jahr nach Veröffentlichung der Community entschied sich Dries Buytaert, einer der Hauptentwickler, dazu, die Software unter die GNU-Lizenz zu stellen und sie der Allgemeinheit zu öffnen.

Technische Basis

Drupal CommerceDrupal ist momentan in der Version 7.22 erhältlich. Für das erste Halbjahr 2015 ist die Version 8 angekündigt, die grundlegend neue Features beinhalten wird. Wesentliche Veränderungen zu den Vorgängerversionen sind der Einsatz von responsivem Design, Module für mehrsprachige Websites sowie das verbesserte Konfigurationsmanagement.

Das System basiert auf PHP 5.2.5 und unterstützt die Datenbanken MySQL, PostgreSQL und SQLite. Nach Installation von Erweiterungsmodulen werden auch MSSQL und Oracle unterstützt.

Besonderheiten von Drupal Commerce

Mit dem Commerce-Modul für Drupal lasen sich alle Vorstellungen und Anforderungen an einen Online-Shop umsetzen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man sich mit dem gewöhnungsbedürftigen System hinter Drupal auseinandersetzt.

Fans von Drupal Commerce schwören darauf, da man über den modularen Aufbau nur die Funktionen implementiert, die wirklich nötig sind. Dadurch bleibt das System dauerhaft schlank. Allerdings lässt es sich nicht so intuitiv bedienen wie andere Shopsysteme. Zum Beispiel sind in Drupal Commerce die Speicherung von Produkten und die Anzeige der Produkte voneinander getrennt.

Für jedes Produkt werden Felder angelegt, zu denen Product SKU (Artikelnummer), Titel, Preis und Status gehören. Zusätzlich können Warengruppen angelegt werden, für die eigene Felder definiert werden.

Die Anzeige der Produkte im Frontend wird anschließend über die Produktdisplays geregelt. Über angelegte Produktreferenzen werden Produktinformationen und Anzeige miteinander verbunden.

Empfehlenswerte Module

Wer eine Vielzahl an Produkten anlegen möchte, sollte das Modul Commerce Bulk Product Creation installieren. Mit diesen lassen sich automatisiert alle Permutationen einer Produktkategorie erstellen.

Gerade für internationale Online-Shops ist das Modul Commerce Shipping interessant. Es unterstützt Shop-Betreiber dabei, komplexe Regeln für die Berechnung von Versandkosten zu definieren.

Vor- und Nachteile von Drupal

Vorteile:

- Sehr flexibel

- Schlanke Basisversion

- Modularer Aufbau

- Unterstützung aller Webserver und vieler Datenbanken

Nachteile:

- Backend gewöhnungsbedürftig

- Komplexe Struktur

Zusammenfassung

Die Stärken von Drupal Commerce liegen eindeutig in der Flexibilität und der schlanken Basisversion. Mit soliden Programmierkenntnissen lässt sich das Shopsystem an alle erdenklichen Anforderungen anpassen. Allerdings ist die Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig.

Da das System überaus stabil läuft, eignet es sich gut für mittlere bis große Online-Shops mit vielen Inhalten und hohen Besucherzahlen.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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