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Ello – Neues soziales Netzwerk verspricht Transparenz und Werbefreiheit

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Die Macher des neuen Social-Netzwerks „Ello“ haben vor einigen Monaten mit ihrem Manifest „Du bist kein Produkt“ für einigen Wirbel gesorgt. Mittlerweise ist Ello in der Betaphase und verspricht Datenschutz, Werbefreiheit, Transparenz und keine Algorithmen. Todd Berger, Paul Budnitz, Lucian Föhr, Matthew Kitt, Gabe Varela, Justin Gitlin und Jay Zeschin haben Ello ganz klar als Gegenentwurf zu anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ und Co. konzipiert. Dass soziale Netzwerke heutzutage von der Werbebranche dominiert werden und jeder Kontakt, jeder Post und jeder Kink verfolgt, aufgezeichnet und analysiert wird, dieser Entwicklung wollen sich die sieben US-Amerikaner nicht beugen. Doch was kann das neue soziale Netzwerk wirklich? Und wie wollen die Macher ihre Versprechen einlösen?

Ello-Macher wollen Netzwerk auch künftig kostenlos anbieten

Um ihrem Vorhaben Nachdruck zu verleihen, wurde auf Ello auch eine eigene Seite integriert, auf der die sieben Macher erklären, dass es auf Ello keine Werbung gebe und auch künftig nicht geben werde. Darüber hinaus wird es auch in Zukunft kostenfrei bleiben. Doch schon früher haben die Gründer sozialer Netzwerke derartige Versprechen gemacht und sie nicht eingehalten. Diesem Einwand begegnen die Entwickler mit dem Hinweis, dass die gesamte Ello-Struktur auf Werbefreiheit und Transparenz ausgelegt sei. Hinzu kommt, dass Ello sofort einen Großteil der Nutzer verlieren würde, wenn die Macher dieser Politik nicht treu bleiben würden. Und schließen sich selbst ein, da sie, wie sie selbst betonen, Werbung mehr verabscheuen als jeder andere. Und schließlich sei dies der Grund, warum sie ursprünglich das neue soziale Netzwerk entwickelt haben.

Basisfunktionen werden sukzessive ausgebaut

Da jedoch auch ein Vorhaben wir Ello nicht gänzlich ohne Finanzierung auskommen dürfte, gibt es bereits erste Ideen für Einnahmequellen. So sollen beispielsweise hin und wieder spezielle „Features“ angeboten werden, für deren Nutzung die User bezahlen müssten – allerdings nur einen ganz geringen Beitrag, wie die Macher betonen. Wie diese Features genau aussehen sollen, dazu hüllen sich die sieben weiterhin in Schweigen. Zwar sollen die Basisfunktionen auch in Zukunft kostenlos genutzt werden können, allerdings sind die Möglichkeiten derzeit noch äußerst begrenzt. Auch wenn Design und Usability durchaus überzeugen, merke man noch, dass sich das Projekt in der Betaphase befinde, erklärt Föhr. Daher werden auch noch fortlaufend kleinere Bugs behoben und die Features nur Schritt für Schritt freigegeben. Neben Funktionen wie Bookmarking, Kommentaren, ein Bookmarklet und Reposting soll in den kommenden acht bis zehn Wochen auch die Möglichkeit privater Nachrichten eingeräumt werden und eine Chrome-Extension kommen.

Ello überzeugt mit klarem Design und durchdachter Omnibar

Doch auch in optischer Hinsicht unterscheidet sich Ello erheblich von anderen sozialen Netzwerken. Das fast durchweg in Schwarz-Weiß gestaltete Layout wirkt aufgeräumt und clean. Viel mehr als einen schmalen Header oben, linkerhand eine einklappbare Navigation und auf der rechten Seite den Newsstream gibt es im Grunde nicht. Dabei unterteilt sich der Newsstream in die beiden Bereiche „Friends“ und „Noise“, die sich vor allem im Hinblick auf den Umfang der dargestellten Posts unterscheiden. So werden im Friends-Stream die Posts fast vollständig angezeigt, im Noise-Stream hingegen nur in stark komprimierter Form. Derzeit können User zwar nur posten, künftig soll es jedoch auch eine sogenannte „Love“-Funktion geben, mit der analog zu Facebooks „Like“ und Twitters „Favs“ angezeigt werden kann, dass ein Post gefällt. Auch das Eingabefeld für Beiträge, Omnibar genannt, unterscheidet sich erheblich von denen anderer sozialer Netzwerke. Nicht nur können Grafiken via Drag & Drop eingefügt werden, auch können Textelemente kursiv oder fett geschrieben oder bestimmte Wörter mit Links unterlegt werden.

Über den Autor Marek Henschke

Marek Henschke ist seit dem Jahr 2006 im Online Marketing tätig und ist der Online Marketing Manager von der Novalnet AG.

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