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Ende der Haustür-Zustellung? – Online-Handel in der Kritik

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Die Umsätze im Online-Handel nehmen kontinuierlich zu. Und eine Trendwende ist vorerst nicht in Sicht. Doch das, was Online-Händler begrüßen und Kunden als äußerst praktisch empfinden, stößt mitunter auch auf Kritik. Denn die stetig wachsende Zahl an Online-Bestellungen bringt in verkehrspolitischer Hinsicht neue Herausforderungen mit sich. Immer mehr Kommunen kämpfen mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen, bedingt durch den zunehmenden Lieferverkehr in Wohngebieten und Innenstädten. Der Grund: „Die Schuhe, die ich online bestelle, kommen nicht über das Internet zu mir, sondern über die Straße.“, wie Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der Grünen in Nordrhein-Westfalen, die Situation auf den Punkt bringt. Die Kieler Grünen und die Landesregierung haben nun Maßnahmen entwickelt, die den Online-Handel unattraktiver machen und damit die Verkehrsproblematik durch die steigende Zahl an Lieferfahrzeugen beheben sollen.

Landesregierung NRW erwägt Abschaffung der Haustür-Zustellung

Um dem erhöhten Verkehrsaufkommen entgegenzuwirken, erwägen die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen und die Grünen in Schleswig-Holstein, die Haustür-Zustellung von Online-Bestellungen in Zukunft zu erschweren. So sollen beispielsweise lokale Logistikzentren geschaffen werden, in denen die Lieferungen vorsortiert werden und Kunden die online bestellten Waren selbst abholen. Nach Ansicht von Michael Groschek (SPD), nordrhein-westfälischer Verkehrsminister, seien die Kosten für eine direkte Haustür-Zustellung der bestellten Waren viel zu gering. Im Gespräch sei daher eine Umlage auch der volkswirtschaftlichen Transportkosten auf die Verursacher.

Branchenverbände kritisieren geplante Lieferbeschränkung

Die Pläne der Landesregierungen und der Grünen stoßen jedoch nicht nur auf Zustimmung. Wie die beiden Branchenverbände, der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste, in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten ließen, gehörte eine sichere und schnelle Haustür-Zustellung für die meisten Verbraucher mittlerweile zum Alltag. Dass die häusliche Lieferung beschränkt wird und Kunden ihre Pakete selbst abholen müssen, entspräche nicht mehr dem Zeitgeist, mahnt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh.

Über den Autor Antonio Alcalde

Antonio Alcalde leitet die Marketing Abteilung bei der Novalnet AG.

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