Landesregierung NRW erwägt Abschaffung der Haustür-Zustellung

Um dem erhöhten Verkehrsaufkommen entgegenzuwirken, erwägen die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen und die Grünen in Schleswig-Holstein, die Haustür-Zustellung von Online-Bestellungen in Zukunft zu erschweren. So sollen beispielsweise lokale Logistikzentren geschaffen werden, in denen die Lieferungen vorsortiert werden und Kunden die online bestellten Waren selbst abholen. Nach Ansicht von Michael Groschek (SPD), nordrhein-westfälischer Verkehrsminister, seien die Kosten für eine direkte Haustür-Zustellung der bestellten Waren viel zu gering. Im Gespräch sei daher eine Umlage auch der volkswirtschaftlichen Transportkosten auf die Verursacher.

Branchenverbände kritisieren geplante Lieferbeschränkung

Die Pläne der Landesregierungen und der Grünen stoßen jedoch nicht nur auf Zustimmung. Wie die beiden Branchenverbände, der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste, in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten ließen, gehörte eine sichere und schnelle Haustür-Zustellung für die meisten Verbraucher mittlerweile zum Alltag. Dass die häusliche Lieferung beschränkt wird und Kunden ihre Pakete selbst abholen müssen, entspräche nicht mehr dem Zeitgeist, mahnt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh.