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Erfolgsfaktoren im Mobile Commerce

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Angesichts der rasanten Verbreitung von Tablets und Smartphones ist Mobile Commerce längst kein Randthema mehr. Laut einer Studie der Email-Expo liegt der Wert von Online-Einkäufen via Smartphone und Tablet derzeit zwar noch vorrangig im Bereich unter 50 Euro. Doch immerhin 16 Prozent der Befragten haben bereits Produkte im Wert von 1.000 Euro und mehr über ein Mobilgerät bestellt – Tendenz steigend. Dementsprechend ist auch den meisten Online-Händlern klar, dass eine Mobile-Commerce-Lösung zum Pflichtprogramm gehört. Allerdings hapert es vielfach an der Qualität der Umsetzung. Um sich auf die Trendwende angemessen vorbereiten zu können, sollten Online-Händler die Erfolgsfaktoren im Mobile Commerce kennen und berücksichtigen. Online-Händler, die eine mobile Strategie erstellen wollen, stehen einer Reihe von Entscheidungen und Anforderungen gegenüber. Sie müssen in Erfahrung bringen, ob die Kunden eine mobile Webseite oder eine App favorisieren. Ob es sich bei der App um eine native, hybride oder eine Web-App handeln sollte. Zudem gilt es herauszufinden, was die mobile Shop-Usability ausmacht und wie responsives Webdesign funktioniert. Auch Fragen bezüglich der mobilen Optimierung des Checkout-Prozesses gilt es zu klären.

Mobile Commerce: Klares Design und flache Navigationsstruktur

Der erste Eindruck ist bekanntermaßen der wichtigste. Das gilt auch für die mobile Seite eines Online-Shops. Ohne auf inhaltliche Details zu achten, bilden sich Besucher innerhalb von wenigen Millisekunden ein Bild über die jeweilige Seite. Da Smartphone-Konsumenten in der Regel funktional und schnell veranlagt sind, sollte sich dies auch in der mobilen Seite widerspiegeln. Kunden sollten auf den ersten Blick ersehen können, was sie erwartet. Um einen leichten Eindruck zu vermitteln und eine einfache Orientierung zu ermöglichen, sollte das Design aufgeräumt und die einzelnen Elemente schnell zu erkennen sein. Hinzu kommt, dass sich User nicht durch einen Berg von Informationen kämpfen wollen. Vielmehr sollte die mobile Seite auf das Wesentliche reduziert werden. Dies wirkt sich auch positiv auf die Ladezeit aus – ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor im Mobile Commerce. Des Weiteren ist die Navigation an die Erfordernisse, die sich aus der Smartphone-Nutzung ergeben, anzupassen. Während eine Webseite üblicherweise einen hierarchisch breiten Aufbau aufweist, sollte diese Baumstruktur bei der mobilen Lösung aufgelöst und flacher gestaltet werden. Der Nutzer sollte den Eindruck erhalten, dass er innerhalb weniger Schritte an sein Ziel gelangt.

Inhalte für Smartphone-Bildschirme optimieren

Bilder und Texte sind ganz klar die wichtigsten Inhalte einer Seite. Um die Lesbarkeit auch auf den kleinen Smartphone-Bildschirmen gewährleisten zu können, sollten die Texte entsprechend optimiert werden. Eine Möglichkeit ist die Anpassung der Schriftgröße sowie der Textweite durch responsives Webdesign. Auch bei der mobilen Seite sollten Bilder zur grafischen Unterstützung sowie als Orientierungshilfe dienen. Darüber hinaus können sie als anregender Einstieg in die einzelnen Shop-Kategorien eingesetzt werden. Werden Bilder auf diese Weise verwendet, muss erkenntlich werden, dass sich hinter den Bildern ein Link verbirgt.

Mobile-Commerce-Lösung: Mobil optimiertes Bedienkonzept

Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Navigation beim Smartphone mit dem Finger erfolgt. Dementsprechend ist dies einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Damit Kunden die jeweiligen Elemente mit dem Finger bedienen können, müssen diese entsprechend gestaltet sein. Laut Apple gilt eine Größe von 44 x 44 Pixel als fingerfreundlich. Darüber hinaus sollten auch Text-Links, beispielsweise für weiterführende Informationen, fingerfreundlich gestaltet und entsprechend gekennzeichnet sein. Zum Bedienkonzept von Smartphones zählen auch Gesten wie etwa Swipe, Tap oder Pinch. Vielfach werden solche Funktionalitäten nicht nur vonseiten des Betriebssystems zur adäquaten Nutzung des Smartphones vorausgesetzt, sondern auch von den Besuchern einer mobilen Seite erwartet. So werden etwa Bilder bevorzugt mithilfe einer Wischbewegung (Swipe) durchgesehen.

Checkout-Prozess – die sensibelste Phase im Mobile Commerce

Insbesondere beim Kauf via Smartphone ist der Bestell- und Bezahlprozess die sensibelste Phase, nicht selten wird der Kauf an dieser Stelle abgebrochen. Daher müssen Online-Händler hier auf höchste Effizienz achten. Kunden wollen schnellstmöglich ans Ziel kommen und nicht erst Unmengen von Daten eingeben müssen. In optischer Hinsicht sollte so viel wie möglich reduziert werden, ohne jedoch wesentliche Trigger, die für den Kaufanreiz maßgeblich sind, zu entfernen. Im Warenkorb sollten die ausgewählten Artikel nicht nur übersichtlich dargestellt werden, sondern auch die Möglichkeit geboten werden, einzelne Produkte wieder zu entfernen. Zudem sollten Mengen und Farben der Artikel beispielsweise durch ein Auswahlmenü nachträglich noch geändert werden können. Und um Kunden nicht im Checkout zu überraschen, sollten die Versandkosten bereits an diesem Punkt kommuniziert werden. Darüber hinaus ist es ratsam, das voraussichtliche Lieferdatum anzugeben. Im Checkout sollten Kunden nur die wirklich erforderlichen Daten eingeben müssen. Zudem empfiehlt es sich, dass Texteingabeformulare, wenn möglich, durch Alternativen wie Auswahlmenüs oder Scrolling ersetzt werden. Die wahrscheinlichsten Optionen sollten als Voreinstellung angezeigt werden. Um Kunden eine Orientierung zu bieten, kann in einer Prozessliste über die Zahl der Schritte informiert werden. Schließlich sollten vorhandene Trust-Symbole verwendet und der Button für Call-to-Action farblich hervorgehoben und fingerfreundlich gestaltet werden.

Über den Autor Marek Henschke

Marek Henschke ist seit dem Jahr 2006 im Online Marketing tätig und ist der Online Marketing Manager von der Novalnet AG.

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