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EU-Kommission verlängert Frist zur SEPA-Umstellung

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Der Termin rückte immer näher, war seit geraumer Zeit bekannt und doch: Der Stichtag zur SEPA-Umstellung ist nun scheinbar verschoben worden. Wieso drückt die EU nun auf die Bremse?

Klar ist, die EU-Kommission trifft Entscheidungen, die für einen gesamten Kontinent und letztlich für den globalen Markt weitreichende Konsequenzen haben. Dabei wurde immer wieder vorgemacht, wie auch vermeintlich unbequeme Neuerungen, auf ein mittelfristiges Ziel hin ausgerichtet, letztendlich tatsächlich eine Erleichterung von Arbeitsabläufen und eine Simplifizierung von heterogenen Prozessstrukturen sein können.

So war es auch im aktuellen Fall, dem einheitlichen europäischen Zahlungsraum, kurz SEPA, gedacht. Doch nun, kurz vor dem Startschuss hat die EU-Kommission, einen Kurswechsel vollzogen und möchte die Übergangsfrist um satte 6 Monate verlängert.

Man mag sich nun fragen, ob das ein irrwitziger Rückzieher ist, die Einsicht in das Scheitern eines Projekts?

Die klare Antwort hier lautet: Nein!

Die EU-Kommission beweist mit diesem Schritt dagegen eindeutig Feingefühl und enorme Weitsicht – wenn auch klar ist, dass dieser Schritt bedeutet, dass andere Stellen im Wirtschaftskreislauf sehr kurzsichtig agiert haben.

Denn laut der Eilmeldung der Presseagentur AFP vom 09.Januar 2014 ist dieser Schritt als eine Art ad hoc-Notfallmaßnahme zu verstehen, um Ausfälle und Unterbrechungen im Zahlungsverkehr zu verhindern. Zu viele Unternehmen, Vereine u.ä. seien einfach noch nicht weit genug, um robust mit der endgültigen SEPA-Umstellung umgehen zu können.

[url=http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-6_en.htm]Die Pressemitteilung der EU-Kommission[/url] beinhaltet ein Statement des zuständigen EU-Kommissars Michel Barnier, in dem er eben die Verlängerung des Übergangszeitraums bis 01. August 2014 vorschlägt – aus den eben genannten Gründen, welche sich mit den Aussagen der Bundesbank decken, die bereits zum Ende des vergangenen Jahres mokiert hatte, dass weit weniger als 50% der getätigten Überweisungen im SEPA-Format durchgeführt worden waren.

Klar ist, dieser Schritt ist ein Aufschub für die gesamte Wirtschaft, Bankensektor und auch für die Kunden – er soll Sicherheit für Händler und Verbraucher gleichermaßen bringen und Irritationen auf dem geringstmöglichen Niveau halten. Ebenfalls klar ist aber auch: Hier handelt es sich um eine einmalige Aktion, weitere Verlängerungen werde es nicht geben. Ein Schuss vor den Bug also, von dem alle involvierten Seiten jedoch nur profitieren können.

Über den Autor Gabriel Dixon

Gabriel Dixon ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Novalnet AG. Seine jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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