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Kredit für Wareneinkauf? Das sollten Sie beachten!

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Es ist der Traum vieler Gründer mit dem Wunsch nach Selbständigkeit: einen eigenen Online-Shop gründen. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn wenn das Geschäft erst einmal ins Rollen kommt und alltägliche Geschäftsprozesse installiert sind, kann ein Shop sogar passiv Umsätze generieren und erfolgreich sein. Der Weg dahin ist aber steinig und mit einigen – auch finanziellen – Hürden verbunden.

Bild: Bei der Gründung eines Online-Shops gibt es jede Menge Fallstricke zu beachten. Auch das Finanzielle muss vorab geklärt sein. Bildquelle: Macrovector – 531055792 / Shutterstock.com

Der Weg bis zum eigenen Online-Shop kann steinig sein und wie bei jeder anderen Geschäftsidee ist selbst das beste Konzept kein Garant dafür, dass das eigene Start-up in nächster Zeit erfolgreich ist und schwarze Zahlen schreibt. Zumindest die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäft im eCommerce stehen derzeit aber gar nicht so schlecht.

Alleine in Deutschland steuert der Online-Handel 2017 auf einen Jahresumsatz von weit über 70 Milliarden Euro zu – logisch also, dass der eine oder andere ein Stück vom Kuchen abbekommen möchte. Nur leider sind die Vorstellungen davon, wie ein funktionierender, d.h. gewinnbringender Online-Shop auf die Beine gestellt wird, eher schwammig.

Doch wie immer gilt auch für das Vorhaben, im eCommerce seinen Erfolg zu suchen, der Leitsatz: Am Anfang steht der Businessplan. Hier stehen dann unter anderem folgende Fragen im Vordergrund:

· Welche/s Produkt/e sind/ist geeignet?

· Wie sieht es mit der Konkurrenz aus? Wie groß ist der Wettbewerb?

· Welche rechtlichen Rahmenbedingungen herrschen vor?

· Wie wird der Shop technisch umgesetzt?

· Welche Zielgruppe hat der Shop?

· Worauf muss ich beim Marketing achten?

· Wie finden die Suchmaschinen den Shop und natürlich:

· Wie finanziere ich das eigentlich?

Kapital aus Eigenmitteln aufbringen oder Kredit aufnehmen?

Tatsache ist, dass für viele Gründer die Unternehmensfinanzierung aus eigenen Mitteln fast immer die erste Wahl ist. Dies ist auch verständlich, immerhin muss bei Darlehen auch der Zins zurückbezahlt werden. Und wer auf Fremdkapitalgeber zurückgreift, der holt sich meist nicht nur Geldgeber mit ins Boot, sondern auch Miteigentümer – und muss so Kompetenzen abgeben.

Die Frage, ob das Start-up aus eigener Tasche oder doch fremdfinanziert wird, will also gut überlegt sein. Die Vor- und Nachteile der Eigenfinanzierung stellen wir daher in knapper, aber präziser Form dar:

· Vorteile der Eigenkapitalfinanzierung:

Wer selbst finanziert, bewahrt sich auch die Kompetenz, Herr seines Unternehmens zu sein und Entscheidungen nur von sich selbst abhängig machen zu müssen. Daraus resultiert in der Regel, dass eigenfinanzierte Start-ups kosteneffizienter aufgestellt sind, immerhin zählt jeder Cent. Und auch in der späteren Phase, wenn Investoren doch relevant werden, wird es von jenen gerne gesehen, wenn die sogenannte Seed-Phase mit eigenen Mitteln finanziert wurde. Dies beweist, dass Gründer an ihre Idee glauben.

 

· Nachteile der Eigenkapitalfinanzierung:

Im Regelfall sind eigene Mittel nicht grenzenlos vorhanden, was dazu führen kann, dass wichtige Investitionen in die späte Zukunft geschoben werden müssen. Nicht zu vergessen ist auch der eigene Lebensunterhalt, der ja ebenfalls aus der eigenen Tasche finanziert werden will. Liquiditätsprobleme sind hier keine Seltenheit. Und auch der Umstand, das alleinige Entscheidungsrecht inne zu haben, muss kein Vorteil sein, wenn es niemanden gibt, der die eigenen Beschlüsse hinterfragt.

Weil für viele Existenzgründer die Unsicherheiten im Privatleben zu risikoreich sind, greifen viele am Ende doch zur Fremdfinanzierung, auch wenn diese nur einen Teil der Gesamtinvestition ausmacht. Gerade bei der Gründung eines Online-Shops kommen nämlich Kosten auf Gründer zu, die jene womöglich gar nicht im Blick haben. Oftmals hilft für kleine Finanzierungshürden bereits ein zinsgünstiger Minikredit mit geringer Laufzeit, um zum Beispiel die ersten Wareneinkäufe finanzieren zu können oder den Shop überhaupt erst einmal technisch mit professioneller Hilfe umzusetzen.

Kein Verkaufsraum notwendig – aber Kosten entstehen bei IT und Logistik

Beim Online-Shop sehen viele Gründer erst einmal die Vorteile gegenüber dem stationären Handel. Insbesondere Raum- und Personalkosten entfallen – zumindest zum größten Teil. Hierbei kommt es aber vor allem auf die Größe des Shops an, die maßgeblich vom Kundenstamm definiert wird.

Denn wer täglich nur fünf Pakete verschicken und vier E-Mails beantworten muss, vermag dies womöglich eigenständig zu bewerkstelligen. Gehen die Bestellungen aber in die drei- bis vierstelligen Zahlen am Tag und landen ebenso viele E-Mails im Posteingang, braucht es ein Lager sowie einen kompetenten Kundenservice.

Video: Online-Shop-Logistik ist kompliziert und muss meist an Logistikunternehmen ausgegliedert werden.

Darüber hinaus sind auch die Komponenten der IT nicht zu vernachlässigen. Wer nicht selbst das notwendige Know-how mitbringt, um die technische Betreuung und Administration seines Shops zu übernehmen, wird diese Aufgaben outsourcen müssen.

Nicht vergessen sollten Gründer, dass mit der Zeit auch Anpassungen im Shop notwendig werden, beispielsweise wenn sich der Warenbestand vergrößert, neue Zahlungsdienstleister angeboten werden oder Systemaktualisierungen ins Haus stehen. All diese Tätigkeiten benötigen Know-how und Fachkompetenz, die auch im Businessplan berücksichtigt und finanziert werden müssen.

Online-Marketing: Braucht es wirklich einen eigenen Shop?

Die für viele Gründer womöglich größte Herausforderung besteht aber wohl darin, den eigenen Internet-Shop zu vermarkten. Denn anders als im stationären Handel ist Online-Marketing ein Gebiet für sich, das fundierte Kenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung verlangt – und jede Menge Kosten verschlingen kann.

Wem dies am Ende dann doch zu viel wird und wer kein Geld für IT, Logistik und Marketing ausgeben möchte, der hat die Chance, einen Testlauf auf einem bekannten Marketplace zu starten, beispielsweise bei eBay oder Amazon. Hier entfallen viele der Aufgaben, die ein eigener Shop mitbringt – und der Shop an sich übrigens auch.

In Deutschland entfallen zwei Drittel des Umsatzes im Online-Handel auf die Top 100 der Online-Shops. Sich unter dieser Konkurrenz zu behaupten ist nicht einfach und nur mit viel Kostenaufwand verbunden. Deswegen gibt es für Shop-Gründer mit begrenztem Kapital eigentlich nur eine Option:

Das angebotene Produkt genießt ein Nischendasein und wird bei den großen Online-Händlern nur in geringer Auswahl oder gar nicht angeboten. Die Konkurrenz für das Produkt bzw. den eigenen Shop ist gering.

Am Ende wird der Erfolg des eigenen Online-Shops wie bei jedem anderen Unternehmen aber auch davon abhängen, ob dieser Kunden etwas Neues bietet, ob er Prozesse vereinfacht und welche Erfahrungen Kunden mit dem Shop machen. Denn in kaum einer anderen Branche sind Mundpropaganda und Bewertungen so wichtig wie im Online-Geschäft.

Über den Autor CarstenJutzi

Carsten Jutzi ist ein deutscher Internetunternehmer und seit April 2017 Chefredakteur des Verbraucherportals Minikredit-Anbieter.de

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