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Lean-Startup: Erfolgreiche Unternehmensgründung durch Learning-by-Doing

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Die Lean-Startup-Theorie beschreibt einen Ansatz der Unternehmensgründung, der vor allem in der Internet-Szene mittlerweile weit verbreitet ist. Ursprünglich aus dem englischen Sprachraum stammend, bedeutet der englische Begriff Lean-Startup etwa „schlankes Startup“, womit auch der Grundgedanke dieser Theorie umschrieben ist. Ein Lean-Startup ist eine erfolgreiche Unternehmensgründung, die mit möglichst geringem Kapital- und Ressourcenaufwand realisiert wird. Statt auf einer langen Vorabplanung liegt der Fokus darauf, Produkte oder Dienstleistungen frühzeitig auf den Markt zu bringen und anhand des Kunden-Feedbacks weiterzuentwickeln.

Herkunft des Lean-Startup

Der Begriff des Lean-Startups geht auf Eric Ries zurück, der das Buch „The Lean Startup“ geschrieben hat. Ries beschreibt, was er bei verschiedenen Startups beobachtet hat, wie diese vorgehen und was er selbst in seine Startups hat einfließen lassen. Grundlage dieses Ansatzes ist jedoch ein Startup-Begriff, der von dem hierzulande größtenteils verwendeten abweicht. Seiner Ansicht nach ist ein Startup eine Organisation, die unter größter Unsicherheit etwas Neues kreiert. Damit richtet sich die Lean-Startup-Theorie sowohl an junge Unternehmen als auch an bereits etablierte Firmen, die beispielweise eine neue Produktidee entwickelt haben und auf den Markt bringen wollen.

Elemente der Lean-Startup-Theorie

Grundlage des Lean-Startup-Ansatzes ist der Build-Measure-Learn-Zyklus. Im Fokus steht ein interaktiver Produkt-Launch, dem ein kurzer Produktentwicklungszyklus vorausgeht. Das zentrale Element ist das Kundenfeedback, das ein messbares Lernen zum Produkt und den hiermit verbundenen Kundenwünschen und Marktbedürfnissen ermöglicht. Auf Basis dieser Erkenntnisse kann die Produktentwicklung in die nächste Phase gehen. Ziel ist es also, mit möglichst wenig Kapital und minimierten Prozessen ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen beziehungsweise ein neues Produkt auf den Markt zu bringen. Es werden Beta-Versionen oder Prototypen entwickelt, die dann entsprechend dem Kundenfeedback weiterentwickelt oder modifiziert werden. Die Kosten, die in diesem Prozess anfallen, werden somit auf ein Mindestmaß reduziert.

Erfolgsfaktoren eines Lean-Startups

Mit dem Lean-Startup-Ansatz können Gründer logisch, schnell und nutzerorientiert ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickeln. Allerdings sollten sie einige Grundsätze berücksichtigen, um auf dem schlanken Geschäfts-Pfad die Balance halten zu können. Einer der wichtigsten Aspekte betrifft das Marketing. So müssen potenzielle Nutzer bereits früh von dem jeweiligen Produkt überzeugt werden, vor allem, um schnellstmöglich an das wichtige Kundenfeedback zu kommen. Da es sich bei Lean-Startups um Unternehmen handelt, die neuartige Produkte kreieren, sollten auch neuartige Marketing-Maßnahmen entwickelt werden, um den Mehrwert des eigenen Produkts zu unterstreichen. Des Weiteren sollten sich Gründer mit jedem Problem auch tatsächlich auseinandersetzen. Andernfalls würde das Lean-Startup ad absurdum geführt. Denn nur wer bei der Produktentwicklung die Probleme berücksichtigt und hierfür Lösungen entwickelt, hat Lerneffekte und kann Fortschritte machen. Auch wenn die Ressourcen knapp sind, sollten Lean-Startups nicht auf eine Unternehmenskultur verzichten, denn nur mit einer gesunden Kultur kann ein Lean-Startup langfristig getragen werden. Bei der Auswahl der Mitarbeiter sollte daher immer darauf geachtet werden, ob diese zur jeweiligen Startup-Kultur passen und sich harmonisch ins Team integrieren. Im Lean-Startup ist der Nutzer König, denn er entscheidet, wie es um die Validität des Geschäftsmodells bestellt ist. Gründer sollten also ihre Nutzer und Nutzergruppen genau identifizieren. Darüber hinaus bedeutet „Lean“ nicht nur, mit wenigen Mitteln zu gründen, sondern den Fokus auf das Wesentliche zu richten – sei es eine bestimmte Produktidee oder eine Teillösung. Wichtig ist dabei, dass es der Validierung des jeweiligen Geschäftsmodells zuträglich ist.

Lean Canvas statt Business Model Canvas

Auch wenn bei Lean-Startups der Fokus auf dem Learning-by-Doing liegt, ist es erforderlich, die eigene Geschäftsidee übersichtlich darzustellen. Allerdings würde es dem Grundgedanken des Lean-Ansatzes widersprechen, wenn das Geschäftsmodell in einen 50-seitigen Business-Plan gequetscht würde. Basierend auf dem Business Model Canvas, einem Instrument zur Visualisierung eines Geschäftsmodells, hat Ash Maurya eine speziell auf Lean-Startups zugeschnittene Version entwickelt – das Lean Canvas. Bei Lean-Startups liege der Fokus auf dem Lernen, das Business Model Canvas würde diesen Aspekt jedoch zu wenig berücksichtigen. Daher wurden Aspekte, die vorrangig für bereits etablierte Unternehmen wichtig sind, durch solche ersetzt, die für Lean-Startups relevant sind. So wurden die Komponenten Schlüssel-Aktivitäten, Schlüssel-Partner, Schlüssel-Ressourcen und Kunden-Beziehungen durch die Aspekte Problem, Lösung, unfairer Wettbewerbsvorteil und Schlüssel-Metriken ersetzt.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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