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Logistik im E-Commerce: Studie bietet interessante Einblicke

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Logistik und E-Commerce müssen Hand in Hand arbeiten, um Kunden zufriedenzustellen. Wie sich diese Zusammenarbeit gestaltet und welche Verbesserungspotenziale es gibt, hat idealo nun untersucht.

Für die Studie Logistiklösungen im deutschen E-Commerce hat idealo die Top 100 deutscher Online-Shops zu Versanddienstleistern und zusätzlich angebotenen Services befragt.

DHL klarer Spitzenreiter

Bei 70 Prozent der Online-Shops werden die Produkte ausschließlich mit DHL versendet. Eine Ausnahme machen hier vor allem die Unternehmen der Otto-Gruppe, zu der unter anderem myToys, baur und schwabe gehören. Verständlicherweise setzt die Gruppe auf das hauseigene Tochterunternehmen Hermes.

Lediglich 10 Prozent der befragten Online-Shops lassen ihren Kunden die Wahl, wobei hier teilweise Gebühren erhoben werden.

Expressversand nur bei einem Drittel

Ob es keine Nachfrage nach Expressversand gibt oder ob Online-Shops diesen zusätzlichen Service einfach nicht anbieten, konnte mit der Studie nicht geklärt werden. Fakt ist: Weniger als ein Drittel der Shops bieten Expressversand an.

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Ein möglicher Grund für diese geringe Zahl könnte darin liegen, dass der Versand generell sehr schnell erfolgt. Oftmals werden bestellte Waren noch am selben Tag verschickt und sind nach spätestens 2 Tagen beim Kunden. Wahrscheinlich macht der deutlich teurere Expressversand für die Kunden daher keinen Sinn.

Kaum Zusatzservices bei der Zustellung

Wer selten zu Hause ist, ist darauf angewiesen, dass er Rechnungs- und Lieferadresse getrennt angeben kann. Dies zumindest bieten alle der befragten Shops an.

Die Lieferung an eine Packstation, einen Paketshop oder direkt an eine Postfiliale dagegen ist nur selten möglich.

Auch Zusatzservices wie stundengenaue Lieferung oder Liefersperren, wenn man sich gerade im Urlaub oder auf Geschäftsreise befindet, werden nur von wenigen Shops angeboten. Die Auswahl von Stundenfenstern ist beispielsweise nur bei Same Day Delivery möglich. Eine Versandsperre – also die Möglichkeit, den Termin des Versands nach hinten zu verschieben – können Kunden nur bei 2 Prozent der Online-Shops angeben.

Weitere Services sind stark vom ausgewählten Zusteller abhängig. Bei DPD können bis kurz vor der Zustellung der Lieferort oder der Zustelltag geändert werden. Auf diese Optionen haben Online-Shops jedoch nur indirekt Einfluss, indem sie den jeweiligen Zusteller anbieten.

Nische Same Day Delivery

Um Online-Shops auf eine Stufe mit lokalen Geschäften zu stellen, ist Same Day Delivery der wohl beste Weg. Auch wenn das Thema häufig diskutiert wird, ist es bisher nur ein Nischenprodukt. Keiner der befragten Online-Shops bietet diese Option bundesweit an, lediglich 5 Prozent bieten die Lieferung am Tag der Bestellung für ein bestimmtes Postleitzahlen-Gebiet an.

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Selbstabholung wird beliebter

Immer häufiger werden die Vorteile von Online-Shops und stationären Geschäften verbunden. So können Nutzer ihre Waren online bestellen und konfigurieren, anschließend werden sie im Geschäft zusammengestellt und vorbereitet. Kunden holen ihre fertigen Produkte anschließend vor Ort ab. Fast die Hälfte der Online-Shops bietet diese Option an – Tendenz steigend.

Umweltbewusstsein kaum vorhanden

Mit „GoGreen“ von DHL und „We Do!“ von Hermes machen es die beiden größten Logistik-Unternehmen vor. Die Reduzierung von CO2-Emissionen innerhalb der Lieferkette sollen ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden.

Im Bestellprozess der Online-Shops dagegen ist diese Option kaum verfügbar. Lediglich 5 Prozent machen überhaupt auf das Thema aufmerksam und bieten DHL GoGreen als Versandoption an.

Auskunft darüber, welchen Stellenwert das Thema im Unternehmen hat, macht keiner der befragten Online-Shops.

Die Zukunft der Logistik

In den kommenden Jahren wird es Hauptaufgabe der Logistik-Unternehmen und der Online-Shops sein, weiter auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Das bedeutet: mehr Flexibilität bei der Zustellung und größere Auswahl an Versandoptionen.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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