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Rechnungskauf beliebt: Bankdaten werden nicht preisgegeben

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Bankdaten nicht erforderlich – Rechnungskauf bei Kunden beliebt

Beim Online-Shopping ist der Zahlungsprozess nach wie vor eines der größten Hindernisse vor dem tatsächlichen Kaufabschluss. Umso bedeutender ist es, dass Kunden im Checkout-Prozess das von ihnen bevorzugte Bezahlverfahren angeboten wird. Wie eine Studie des EHI Retail Instituts zeigt, ist der Rechnungskauf das beliebteste Zahlverfahren im Internet. Mit einem Marktanteil von 25,4 Prozent liegt der Kauf auf Rechnung noch immer deutlich vor den anderen Zahlverfahren wie Kreditkarte, Lastschrift oder PayPal. Wie ist die hohe Beliebtheit des Rechnungskaufs zu erklären? Und warum bieten viele Online-Händler dieses Bezahlverfahren trotz des hohen Wettbewerbsvorteils nicht an?

Rechnungskauf gilt als sicherstes Zahlverfahren

Dass die meisten Online-Kunden den Rechnungskauf anderen Bezahlverfahren vorziehen, ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass der Kauf auf Rechnung als besonders sicher gilt. Wie die Studie „Erfolgsfaktor Payment – der Einfluss der Zahlungsverfahren auf Ihren Umsatz“ von ibi research an der Universität Regensburg zeigt, halten 61 Prozent der Befragten den Rechnungskauf für das sicherste Zahlungsverfahren, gefolgt von PayPal mit 11 Prozent, Kreditkarte mit 8 Prozent und Lastschrift mit 6 Prozent. Diese Einschätzung resultiert vor allem daraus, dass beim Rechnungskauf keine Bankdaten angegeben werden müssen. Dementsprechend gab auch die Mehrheit der Befragten (57 Prozent) an, dass der Rechnungskauf den besten Datenschutz bieten würde. Ein weiterer Vorteil des Rechnungskaufs liegt für Kunden darin, dass sie die bestellte Ware erst bezahlen müssen, wenn sie diese erhalten und begutachtet haben. Doch genau dieser Aspekt birgt für Online-Händler ein nicht unerhebliches Zahlungsausfallrisiko.  

Bezahlverfahren um Rechnungskauf ergänzen und Kaufabbruchquote senken

Da beim Rechnungskauf die Ware verschickt wird, bevor die Kunden bezahlen, ist dieses Verfahren für Online-Händler am riskantesten. Sowohl verspätete Zahlungen als auch vollständige Zahlungsausfälle können vor allem bei kleineren Online-Händlern zu finanziellen Engpässen führen. Hinzu kommt, dass oft nicht ausreichend Zeit und Geld zur Verfügung steht, um die offenen Rechnungen einzuklagen. Daher entscheiden sich viele Händler gegen den Rechnungskauf oder bieten dieses Verfahren nur Stammkunden an. Dies kann jedoch verheerende Umsatzeinbußen zur Folge haben. Denn wie die Studie weiter zeigt, könne die Kaufabbruchquote bis zu 79 Prozent gesenkt werden, sobald Online-Händler zusätzlich zu den bestehenden Bezahlverfahren auch den Kauf auf Rechnung anbieten würden. 

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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