Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Vielen Dank für Ihre Kontaktanfrage. Wir werden uns bei Ihnen schnellstmöglich zurückmelden.

SEPA-Lastschrift: Wozu dient das Formular für das SEPA-Mandat?

  |   Kalender     |   0 Kommentare
SEPA-Lastschriften: Warum ein Formular für das SEPA-Mandat nötig ist

Unternehmen und Vereine dürfen seit dem 1. August dieses Jahres Euro-Überweisungen und Lastschriften nur noch im neuen SEPA-Format durchführen. Ursprünglich war als Termin für die SEPA-Einführung der 1. Februar 2014 vorgesehen. Allerdings waren zu viele Unternehmen in Europa nicht ausreichend vorbereitet, sodass die EU-Kommission ein Zahlungschaos befürchtete und einen Fristaufschub von weiteren sechs Monaten genehmigte. Zumindest in Deutschland hat die SEPA-Umstellung zu diesem Termin reibungslos funktioniert, so die Einschätzung der Bundesbank. Wie Bundesbank-Chef Carl-Ludwig Thiele betonte, habe die enge Kooperation aller Beteiligten zu einem positiven Ergebnis geführt. Doch während für die meisten Unternehmen und Vereine SEPA mittlerweile zum Tagesgeschäft gehört und größtenteils Klarheit im Umgang mit SEPA-Überweisungen sowie SEPA-Lastschriften herrscht, sind viele Verbraucher mit den neuen Regelungen noch immer nicht vertraut. Vor allem das im Zusammenhang mit der SEPA-Lastschrift erforderliche SEPA-Mandat sorgt für Verunsicherung.

SEPA-Mandat: Ermächtigung für den Einzug von SEPA-Lastschriften

Die Einzugsermächtigung zählte in Deutschland zu den gängigen Zahlungsverfahren. Vor allem wenn es um wiederkehrende Belastungen des Kontos geht, beispielsweise bei der monatlichen Telefonrechnung oder den Mietzahlungen, wurde zumeist eine Einzugsermächtigung erteilt. Mit der SEPA-Einführung werden jedoch die altbekannten Einzugsermächtigungen in SEPA-Lastschriften umgewandelt. Die wohl grundlegendste Änderung im Zusammenhang mit der SEPA-Lastschrift ist, dass die Ermächtigung zum Einzug der jeweiligen Beträge nur noch in Schriftform erteilt werden kann. Das bedeutet, für jede SEPA-Lastschrift müssen Kunden ein sogenanntes SEPA-Mandat ausstellen. Mit diesem Mandat wird der Zahlungsempfänger ermächtigt, den fälligen Geldbetrag vom Bankkonto des Kunden einzuziehen. Darüber hinaus wird mit dem Mandat auch der Bank des Kunden der Auftrag erteilt, die Lastschrift einzulösen. Um eine SEPA-Lastschrift einziehen zu können, benötigen Unternehmen also eine Ermächtigung in Form eines Mandats. Daher erhalten Kunden vorab ein Formular für ein SEPA-Mandat, das unter anderem die Gläubiger-Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers sowie die Mandatsreferenz erhält.

SEPA-Lastschriften stärken Verbraucherschutz

Mit der Einführung der europaweit einheitlichen SEPA-Zahlungsverfahren wurde auch den Anforderungen des Verbraucherschutzes Rechnung getragen. Bevor ein Unternehmen von einem Kunden eine SEPA-Lastschrift einziehen kann, muss er diesen 14 Tage zuvor über die entsprechende Belastung des Kontos informieren – und zwar entweder per E-Mail, SMS oder Post. Auf diese Weise haben Kunden genügend Zeit, für eine ausreichende Deckung des Bankkontos zu sorgen. Einzige Ausnahme bilden in diesem Zusammenhang wiederkehrende SEPA-Lastschriften, die auch in der Betragshöhe unverändert bleiben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bis zu acht Wochen nach dem Fälligkeitstag einer SEPA-Lastschrift mit gültigem SEPA-Mandat zu widersprechen. Sollte hingegen kein gültiges SEPA-Mandat vorliegen, die SEPA-Lastschrift also unautorisiert durchgeführt worden sein, können Kunden sogar bis zu 13 Monate ab Fälligkeitstag eine Rückbuchung des betreffenden Betrags veranlassen.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

facebook twitter google plus xing linkedin