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SEPA-Umstellung: Wie weit sind die Unternehmen in Deutschland?

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Die Umstellung auf die europaweit einheitlichen SEPA-Verfahren hat vor allem Unternehmen, Vereine und Behörden vor umfangreiche technische und organisatorische Herausforderungen gestellt. Zwar war als Stichtag für die SEPA-Umstellung der 1. Februar 2014 vorgesehen. Da jedoch bei den Unternehmen, die ausreichend auf die SEPA-Umstellung vorbereitet waren, noch keine kritische Masse erreicht war, hat die EU-Kommission Anfang Januar 2014 überraschend eine Verlängerung der Umstellungsfrist um sechs Monate auf den 1. August vorgeschlagen. Die Deutsche Kreditwirtschaft betonte jedoch, dass in Deutschland weiterhin der 1. Februar als Stichtag gelte und SEPA nun als „Realität“ aufzufassen sei. Zugleich wurde eingeräumt, dass ein Teil der Firmenkunden in Deutschland die SEPA-Umstellung noch nicht abgeschlossen habe, so eine Meldung des Handelsblattes. Zu diesem Ergebnis kamen auch verschiedene Studien zum Stand der SEPA-Umsetzung in Deutschland.

Stand der SEPA-Umstellung zum 1. Februar 201

SEPA-Umsetzung: Haben die deutschen Unternehmen erfolgreich auf die neuen SEPA-Verfahren umgestellt?

Gemeinsam mit dem Bank-Verlag und van den Berg hat das Forschungs- und Beratungsinstitut ibi Research nach zwei vergleichbaren Befragungen im Februar und August des vergangenen Jahres im Januar 2014 eine dritte Umfrage zum Stand der SEPA-Umsetzung bei deutschen Unternehmen durchgeführt. Im Ergebnis zeigte sich zwar, dass gegenüber den vorherigen Umfragen ein erheblicher Fortschritt zu verzeichnen war. Doch ein Teil der Unternehmen sah sich für die SEPA-Umstellung am 1. Februar nicht ausreichend gewappnet. 6 Prozent der großen, 9 Prozent der mittleren und 8 Prozent der kleinen Unternehmen in Deutschland hatten die Umstellung auf die neuen SEPA-Zahlverfahren noch nicht erfolgreich durchgeführt. Eine unzureichende SEPA-Umstellung stellt für die deutsche Wirtschaft jedoch eine große Gefahr dar. Denn wie ibi Research in der letzten Untersuchung gezeigt hat, würden 25 Prozent der Unternehmen nach höchstens fünf Tagen ihre Liquidität einbüßen, sollten sie keine Lastschriften mehr einziehen können. Da diese Gefahr auch für andere Staaten im SEPA-Raum besteht, hat die EU-Kommission den Vorschlag einer Fristverlängerung auf den 1. August 2014 unterbreitet. Auf diese Weise soll auch den Nachzüglern die Chance zu einer reibungslosen SEPA-Umstellung gegeben werden. Viele Firmen nutzen diesen Aufschub jedoch nicht entsprechend oder haben ihre Bemühungen wieder eingestellt, so eine aktuelle Studie der Postbank.

Fristverlängerung führt zu Stagnation bei SEPA-Umstellung

Im Ergebnis der Online-Umfrage der Postbank, an der sich 415 kleine und mittelständische Unternehmen beteiligt hatten, zeigte sich zwar, dass mit 93 Prozent der überwiegende Teil der kleinen und mittleren Unternehmen ausreichend auf SEPA vorbereitet gewesen wäre. Die Betonung liegt jedoch auf „wäre“. Denn die Studie ergab auch, dass nahezu 16 Prozent der Firmen die SEPA-Umstellung nun langsamer durchführen oder gar ganz auf Eis legen will. Die Bundesbank rät von solchen Schritten jedoch nachdrücklich ab. Da SEPA definitiv kommen werde, so ein Sprecher der Bundesbank gegenüber Handelsblatt Online, sollten jede Firma und jeder Verein, die die Umstellung bislang nicht erfolgreich durchgeführt haben, dies zügig, spätestens jedoch bis zum 1. August nachholen.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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