Nach den Ergebnissen der im März dieses Jahres in Auftrag gegebenen Umfrage ist der Anteil der Verbraucher, die mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkäufe online erledigen, seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie um bis zu 80 Prozent deutlich gestiegen. Die Studie zeigt auch die voraussichtlichen Auswirkungen der aktuellen Situation auf die Zukunft des Einzelhandels. Denn etwa 60 Prozent der Befragten wollen ihr verändertes Kaufverhalten auch nach der Corona-Krise beibehalten.

32 Prozent gehen davon aus, dass sie den Anteil ihrer Online-Einkäufe gegenüber denen im stationären Handel zukünftig noch steigern werden. Und rund 80 Prozent planen, im Verlauf dieses Jahres so genannte nicht lebensnotwendige Güter online zu bestellen. Etwas mehr als die Hälfte möchte auf diesem Weg Produkte aus den beiden wichtigsten E-Commerce-Kategorien Kleidung und Haushaltselektronik kaufen. Der Online-Handel muss sich daher auf eine steigende Nachfrage einstellen.

Voraussichtlich nachhaltige Änderung des Kaufverhaltens

Die Umsätze im traditionellen Einzelhandel sind laut der Studie seit dem Corona-Ausbruch stark zurückgegangen. Denn die besondere Situation macht die Vermeidung persönlicher Kontakte notwendig und schränkt die Möglichkeiten des Kaufs in stationären Geschäften stark ein. Dabei konzentrieren die meisten Kunden ihre Besorgungen während der Zeit des gebotenen Physical Distancing auf die notwendigsten Produkte wie Lebensmittel oder Medikamente. Die Umfrage ergab jedoch ebenso, dass sich die Nachfrage nach Kleidung, Elektronik, Möbeln und Haushaltsartikeln noch in diesem Jahr wieder stabilisieren wird.

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Kantar hatte die Online-Umfrage vom 26. bis 30. März 2020 in den drei größten europäischen E-Commerce-Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien durchgeführt. Insgesamt nahmen daran 3.162 Personen in der Altersgruppe von 16 bis 64 Jahren teil.

Herausforderung und Chance für Onlinehändler

Für Onlinehändler entstehen daraus große zusätzliche Potenziale, aber auch besondere Herausforderungen. So müssen sie die Verfügbarkeit ihrer Artikel zu jedem Zeitpunkt sicherstellen, um die vorhandene Nachfrage befriedigen zu können. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des E-Commerce sollten sie noch stärker darauf achten, dass ihre Online-Vertriebskanäle funktionieren. Für den Online-Handel sind deshalb Ablaufoptimierung und Fehlervermeidung Erfolgsfaktoren mit steigender Relevanz.

Emmanuel Kirse, Chief Operations Officer der Novalnet AG, verweist im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Studie auf die Notwendigkeit für Händler, die Präsenz der eigenen Marke im Online-Handel noch stärker zu überprüfen: „Kunden, die dort nach bestimmten Produkten suchen, müssen diese auch finden können.“ Bereits vor dem Corona-Ausbruch waren teilweise bis zu 40 Prozent der Artikel bei Onlinehändlern nicht vorrätig, so die Studie. Diese Situation hat sich durch die Pandemie und den gestiegenen Druck auf die E-Commerce-Unternehmen noch verschärft.

Aber auch Customer Centricity und ein schmaler, leicht von der Hand gehender Checkout-Prozess sind nun wichtiger denn je. Die Novalnet AG hilft Händlern hierbei mit Lösungen wie dem One-Page-Checkout oder einfach zu versendenden Zahlungslinks. Diese können auch Händler nutzen, die noch keinen eigenen Onlineshop besitzen, dies aber für die Zukunft planen und in der derzeitigen Situation auch per Telefon oder E-Mail verkaufen wollen.