Stationärer Handel will den Service weiter ausbauen

Bereits seit Jahren ist der stationäre Handel mit einem kontinuierlichen Frequenzrückgang konfrontiert. Rund 60 Prozent der befragten kleinen und mittleren Händler gaben an, dass insbesondere bei Geschäftsstellen im Innenstadtbereich die Kundenfrequenz rückläufig sei. In Vororten ist dieses Phänomen leicht abgeschwächt. Hier beklagt nur etwa die Hälfte des dort ansässigen stationären Handels einen Rückgang der Kundenfrequenz. Um auch künftig noch Kunden in den eigenen Geschäften begrüßen zu können, will die Mehrheit der Befragten aktiv werden. Dabei sollen vor allem die Stärken des stationären Handels gefördert werden. Neben einem emotionalen Einkaufserlebnis wollen die Händler auf eine hochwertige Beratung setzen. Nach Ansicht der Studienteilnehmer läge in diesen Serviceleistungen der klare Vorteil des stationären Einzelhandels: 63 Prozent der Befragten gehen nicht davon aus, dass Onlineshops in Sachen Einkaufserlebnis mit dem stationären Handel mithalten können.

Handel im Mittelstand

Zukunftserwartungen des stationären Handels

Weiterhin befasste sich die Studie mit den Zukunftserwartungen der Händler. Demnach erwarten rund 94 Prozent der Befragten, dass mobile Endgeräte immer mehr an Bedeutung gewinnen werden – unter anderem durch die Möglichkeit des Mobile Payments in stationären Geschäftsstellen (48 Prozent). Eine mobil optimierte Webseite hat jedoch weniger als die Hälfte der Studienteilnehmer (44 Prozent). Des Weiteren erachtet auch nur jeder zweite Händler die Kundenansprache über Multi-Channel-Konzepte als entscheidend für den künftigen Erfolg. Nach Ansicht des Geschäftsführers des IFH Köln sei dies ein „erschreckend geringer Anteil“. Schließlich würden aktuelle Studien mehr als deutlich machen, das das Gros der Kunden beim Kaufvorgang zwischen den verschiedenen Kanälen springt. Dementsprechend könne Cross-Channel nicht als Hype abgetan werden, sondern müsse ganz klar als Anforderung der Konsumenten betrachtet werden. Allerdings bedeutet dies nicht, dass unbedingt ein Onlineshop erforderlich ist. Es sollte aber zumindest eine Webseite mit den Kontaktdaten, Sortimentsinformationen und den Öffnungszeiten zur Verfügung gestellt werden, wenn Händler auch künftig wettbewerbsfähig sein wollen.

Quelle: ECC Köln