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Was ist die SEPA-Prüfziffer?

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Einheitliches Zahlungsverfahren: Was ist die SEPA-Prüfziffer?

Am 1. August dieses Jahres erfolgte für Unternehmen in Deutschland die Umstellung des Zahlungsverkehrs auf SEPA (Single Euro Payments Area), Privatverbraucher haben noch bis 2016 Zeit, sich umzugewöhnen. Dennoch erfolgt bereits ein Großteil der Überweisungen nach dem SEPA-Verfahren. Mit SEPA soll der europäische Zahlungsverkehr vereinheitlicht werden und Überweisungen schneller und innerhalb der Europäischen Union (EU) kostenlos erfolgen. Für SEPA-Überweisungen werden die herkömmlichen Angaben, Kontonummer und Bankleitzahl, durch die neuen Kennzahlen IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) ersetzt. Der BIC muss allerdings bei inländischen Überweisungen nicht abgegeben werden – hier genügt die IBAN. Diese besteht aus einem Ländercode (für Deutschland DE), aus einer zweistelligen Prüfziffer sowie der eigentlichen Kontonummer, bestehend aus der alten Kontonummer und Bankleitzahl. So kann die IBAN bis zu 34 Stellen umfassen. Während Ländercode und neue Kontonummer leicht abgeleitet werden können, stellt sich für viele die Frage: Was ist die SEPA-Prüfziffer und wie wird sie berechnet?

Generierung der SEPA-Prüfziffer von ECBS festgelegt

Für die SEPA-Prüfziffer gibt es ein Generierungs- und Validierungsverfahren, das international einheitlich geregelt ist. Dieses Verfahren wurde vom European Committee for Banking Standards (ECBS) festgelegt. Als individuelle Ziffer dient die SEPA-Prüfziffer der zweifelsfreien Identifizierung des Kontos und kann so beispielsweise Fehlüberweisungen verhindern, falls ein Zahlendreher an einer der hinteren Stellen der IBAN vorliegen sollte. Die SEPA-Prüfziffer wird per Modulo 97-10 gemäß ISO 7064 generiert und befindet sich stets an Stelle 3 und 4 in der IBAN-Nummer, gleich hinter der Länderkennung. Vor der Vergabe einer IBAN-Nummer wird für jeden Bank Kontoinhaber eine SEPA-Prüfziffer elektronisch berechnet. Dazu sind die achtstellige Bankleitzahl, die zehnstellige Kontonummer sowie die zweistellige Länderkennung nötig. Hat eine Kontonummer weniger als zehn Stellen, wird sie mit Nullen aufgefüllt.

Generierung der SEPA-Prüfziffer per „Modulo 97“

Die Berechnung der SEPA-Prüfziffer „per Modulo 97“ erfolgt folgendermaßen: Als erstes wird die Länderkennung um zwei Nullen ergänzt. Dann entsteht zunächst die sogenannte Base Bank Account Number (BBAN). Aus der Bankleitzahl 10050000 und der Kontonummer 1234567890 entsteht also die BBAN 100500001234567890. Anschließend werden die Buchstaben der Länderkennung und andere Alpha-Zeichen, die möglicherweise in der Kontonummer enthalten sind, in numerische Ausdrücke verwandelt. Die Summe aus der Nummer der Position der Buchstaben im lateinischen Alphabet plus 9 ergibt die Zahl, die den Buchstaben dann ersetzt. So wird beispielsweise der Buchstabe F (Position 6+9) durch die Zahl 15 ersetzt, der Buchstabe Y (Position 25+9) durch die 34. Für das D steht entsprechend die 13, für das E die 14, sodass sich für den Ländercode die Ziffernfolge 1314 ergibt. An die Ziffernfolge werden zwei Nullen gehängt, sodass sich die 100500001234567890131400 ergibt. Diese Zahl ist immer 24-stellig und wird dann „Modulo 97 genommen“ – das bedeutet, dass sie durch 97 geteilt wird und dann der Rest berechnet wird. Bei diesem Beispiel ist das Ergebnis 52 – es wird von der Zahl 98 subtrahiert, die nach ISO-Standard festgelegt ist. Daraus muss sich ein zweistelliger Wert ergeben. Ist dies nicht der Fall, wird eine Null vorgestellt. In diesem Fall ist die errechnete SEPA-Prüfziffer die 46. Sie kann dann in die IBAN integriert werden – in diesem Beispiel lautet also die fertige IBAN-Nummer mit SEPA-Prüfziffer und Ländercode DE46100500001234567890.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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