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Weniger Kaufabbrüche durch Rechnungskauf

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Bei der Einrichtung eines Online-Shops ist eine der schwierigsten Aufgaben, das richtige Bezahlverfahren-Portfolio zusammenzustellen. Auf der einen Seite sollen die Bezahlverfahren von den Kunden angenommen und so Kaufabbrüche verhindert werden, auf der anderen Seite sollen aber auch die Kosten der Zahlungsabwicklung in Grenzen gehalten und das Risiko von Zahlungsverzögerungen und ‑ausfällen minimiert werden. Ein Bezahlverfahren, das alle drei Kriterien gleichermaßen erfüllt, gibt es jedoch nicht, wie Dr. Ernst Stahl, Research Director bei ibi research an der Universität Regensburg, anmerkt. Online-Händler müssen sich daher für ein Portfolio aus vor- und nachgelagerten Maßnahmen im Forderungs- und Risikomanagement entscheiden, mit denen sie den höchsten Gewinn erzielen. Für die Anforderung, die Zahl der Kaufabbrüche zu minimieren, hat sich vor allem der Kauf auf Rechnung immer wieder als äußerst geeignet erwiesen, zählt dieser doch bei den Kunden zu den beliebtesten Verfahren.

Rechnungskauf immer noch das beliebteste Bezahlverfahren

Kommt es im Online-Shop im letzten Schritt der Bestellung zu einem Kaufabbruch, liegt dies in der Regel daran, dass das vom Kunden bevorzugte Bezahlverfahren nicht angeboten wird. Ein falscher Payment-Mix kann dementsprechend erhebliche Umsatzeinbußen nach sich ziehen. Doch welche Verfahren sind bei Kunden beliebt? In der Studie „Erfolgsfaktor Payment – Der Einfluss der Zahlungsverfahren auf Ihren Umsatz“ von ibi research an der Universität Regensburg wurden nicht nur die beliebtesten Zahlungsverfahren ermittelt, sondern auch deren Auswirkungen auf die Kaufabbruchquote. Im Ergebnis zeigte sich, dass über sämtliche Altersgruppen hinweg der Rechnungskauf das beliebteste Bezahlverfahren ist. Vor allem jedoch Menschen ab 55 Jahren schätzen diese Form der Bezahlung. Würden Online-Händler die Bezahlverfahren Rechnungskauf, Kreditkarte, PayPal, Lastschrift, Sofortüberweisung und Vorkasse allesamt anbieten, würden sich laut der Studie 45 Prozent der Kunden für den Rechnungskauf entscheiden. Nahezu gleichauf, aber mit einigem Abstand zum Rechnungskauf landeten die Kreditkarte (20 Prozent) und PayPal (19 Prozent) auf dem zweiten bzw. dritten Rang. Zurückzuführen ist dies vor allem auf das Sicherheitsbedürfnis der Kunden. Denn immerhin 61 Prozent der Befragten halten den Rechnungskauf für das mit Abstand sicherste Bezahlverfahren. Weit abgeschlagen folgen hier mit 11 Prozent PayPal, die Kreditkarte mit 8 Prozent und das Lastschriftverfahren mit 6 Prozent.

Rechnungskauf einführen und Kaufabbrüche reduzieren

Die Wahl der falschen Bezahlverfahren kann verheerende Umsatzverluste nach sich ziehen. Laut der Studie von ibi research würden 88 Prozent der Kunden zu einem anderen Anbieter wechseln, wenn der betreffende Online-Shop lediglich die Zahlung per Vorkasse anbietet. Wird hingegen auch der Kauf auf Rechnung angeboten, kann angesichts der Beliebtheit dieses Bezahlverfahrens die Zahl der Kaufabbrüche drastisch reduziert werden. Wie die Studie zeigt, sinkt die Kaufabbruchquote um 79 Prozent, wenn Online-Händler die bestehenden Bezahlverfahren um den Rechnungskauf ergänzen. Die Einführung der Payment-Verfahren Kreditkarte und PayPal hat mit einer Reduzierung der Kaufabbrüche um 68 bzw. 55 Prozent eine geringere Wirkung. Werden jedoch die sechs am häufigsten genutzten Bezahlverfahren (Rechnungskauf, Kreditkarte, PayPal, Lastschrift, Sofortüberweisung und Vorkasse) angeboten, kann die Kaufabbruchquote fast auf null Prozent gesenkt werden.

 

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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