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Zahlung auf Rechnung weiter auf dem Vormarsch

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Für Kunden eines Onlineshops ist die bequeme und sichere Zahlung einer der wichtigsten Faktoren. Wird ein Kauf kurz vor Ende abgebrochen, liegt dies in den meisten Fällen daran, dass das bevorzugte Zahlungsverfahren nicht angeboten wird. Daher sollten Online-Händler bei der Auswahl der angebotenen Bezahlverfahren größte Sorgfalt an den Tag legen. Einen Hinweis darauf, wie die Nutzervorlieben beim Bezahlen aussehen, können diesbezügliche Studien geben. Sowohl bei der „Online-Payment-Studie 2013“ des EHI-Retail-Institute als auch bei der Studie „Erfolgsfaktor Payment – Der Einfluss der Zahlungsverfahren auf Ihren Umsatz“ von ibi research an der Universität Regensburg wurde deutlich, dass Kunden ganz klar die Zahlung per Rechnung favorisieren.

Kunden bevorzugen Zahlung auf Rechnung

Die Zahlung auf Rechnung zählt mittlerweile zu den Klassikern unter den Bezahlverfahren, kann sie doch im deutschen Versandhandel auf eine lange Tradition zurückblicken. Der Vorteil für Kunden liegt darin, dass sie die Ware erst zahlen müssen, wenn sie diese vollständig und intakt erhalten haben und auch behalten wollen. Hinzu kommt, dass dieses Verfahren in puncto Datenschutz als eher sicheres Verfahren gilt. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Zahlung auf Rechnung auch in Zeiten von Kreditkartenzahlung, E- und Mobile-Payment weiter auf dem Vormarsch ist. Und dass der Rechnungskauf bei Kunden so hoch im Kurs steht, spiegelt sich auch in der Kaufabbruchquote wieder. Online-Händler, die als Zahlungsart auch den Kauf auf Rechnung anbieten, können im Schnitt einen Rückgang der Kaufabbruchquote um 81 Prozent verzeichnen. Zwar haben laut einer Umfrage von ibi research 48 Prozent der befragten Online-Händler in den vergangenen Jahren den Rechnungskauf als Zahlungsart in ihren Shop integriert, dennoch fürchten immer noch viele Online-Händler die Risiken, die hiermit einhergehen, und nehmen dafür eine höhere Kaufabbruchquote in Kauf.

Zahlung auf Rechnung birgt Zahlungsausfallrisiko für Online-Händler

Für Online-Händler zählt der Rechnungskauf wohl zu den riskantesten Payment-Verfahren. Und die Befürchtung eines Zahlungsausfalls hat durchaus ihre Berechtigung. Immer wieder geschieht es, dass Rechnungen zu spät oder gar nicht beglichen werden. Laut dem Beratungsinstitut ibi research hatten 95 Prozent aller Händler bereits mit Zahlungsstörungen bei der Zahlung auf Rechnung zu kämpfen. Vor allem für kleine Online-Händler, denen oft die finanziellen Mittel fehlen, um offene Rechnungen auf dem Rechtsweg einzutreiben, kann dieser Umstand existenzbedrohend sein. Allerdings kann der Rechnungskauf auch für Online-Händler durchaus Vorteile mit sich bringen. Da diese Zahlungsart theoretisch vollständig im eigenen Haus abgewickelt werden kann, ohne dass externe Dienstleister eingeschaltet werden müssen, ist sie mit vergleichsweise geringen Transaktionskosten verbunden. Darüber hinaus profitieren Online-Händler, wie schon erwähnt, von einer geringeren Abbruchquote während des Checkouts, von einer besseren Kundenbindung und von höheren Warenkorbwerten. Ob sich diese Potenziale in der Realität widerspiegeln, hängt jedoch in hohem Maße vom Sortiment und von der Ausgestaltung der Zahlungsabwicklung ab. So sind der Anteil an Betrugsversuchen oder eine hohe Retourenrate in manchen Branchen stärker ausgeprägt, während dies in anderen Branchen überhaupt kein Thema ist. Laut einer Händlerumfrage von Shopanbieter.de sind in erster Linie der Modehandel sowie Produktarten, die sich als besonders affin für Warenkreditbetrug erwiesen haben, wie etwa Elektronikartikel, von den Nachteilen des Rechnungskaufs betroffen.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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