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Shopsysteme: Die Qual der Wahl

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Mehr als 70 Shopanbieter und insgesamt mehr als 160 Tarife – im Markt der Online-Shops kann man schnell den Überblick verlieren. Damit Sie dennoch das passende Shopsystem für Ihren Online-Shop finden, gibt Novalnet Ihnen einen Leitfaden zur Auswahl an die Hand.

Ziele definieren

Die wichtigste Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet: Welches Shopsystem ist geeignet für meinen Online-Shop? Es macht einen großen Unterschied, ob Sie nebenberuflich einen Shop betreiben und 200 Euro Umsatz pro Monat machen, ob Sie einen größeren Online-Shop mit 20.000 Euro Umsatz pro Monat betreiben oder ob Sie Amazon, Zalando und Co. Konkurrenz machen möchten. Die gute Nachricht: Für jede Größe gibt es das passende Shopsystem!

Doch Größe ist nicht alles. Auch Ihre Ziele, Bedürfnisse und Ihr Geschmack spielen eine Rolle. Definieren Sie daher für sich, welche Ziele Sie mit Ihrem Online-Shop erreichen wollen und welche Funktionen dafür wichtig sind. Ein kleinerer Shop braucht keine Anbindung an SAP, ein großer Online-Shop benötigt diverse Schnittstellen.

Im nächsten Schritt legen Sie Ihre Bedürfnisse fest. Möchten Sie Gutscheine verwalten oder den Online-Shop an unternehmensinterne Software anbinden? Liefern Sie deutschland- europa- oder weltweit an Ihre Kunden? In wie viele Sprachen soll der Online-Shop umgesetzt werden? Auf Grundlage dieser und ähnlicher Fragen können Sie Ihre Bedürfnisse an das Shopsystem erkennen und festlegen.

Zum Schluss kommt ihr Geschmack ins Spiel. Wenn Sie ein visueller Mensch sind, wird Ihnen wahrscheinlich eine optisch ansprechende Benutzeroberfläche wichtig sein. Wenn Sie eher technisch veranlagt sind, werden die Funktionen und der technische Background wichtiger sein.

Klasse festlegen

Um die diversen Shopsysteme zu klassifizieren, werden sie in 4 Kategorien eingeteilt:

  • Shopsysteme für Einsteiger
  • Shopsysteme für Profis
  • Shopsysteme für Enterprises
  • Shopsysteme für Pure Player

Einsteiger benötigen kaum Schnittstellen, bieten im Online-Shop wenig Produkte an und haben meist ein geringes Budget. In der Einsteigerklasse finden sich vor allem kostengünstige Lösungen. Shopsysteme aus der Profiklasse bieten häufig kostenlose Basisversionen an, die für Einsteiger ebenfalls gut geeignet sind. Auch einfache Erweiterungen für die bekannten CMS Wordpress, Joomla!, Contao oder Typo3 bieten Einsteigern komfortable Lösungen.

Gut geeignet in dieser Klasse sind zum Beispiel WooCommerce, Contao webShop und Drupal Commerce.

Profis haben höhere Anforderungen an Funktionen, Schnittstellen und Performance. Die Shopsysteme in dieser Klasse sind mächtiger und decken weitaus mehr Funktionen ab als die Shopsysteme der Einsteigerklasse. Dafür fallen höhere Lizenzgebühren an sowie Kosten für die Programmierung von Anpassungen und individuellen Anforderungen.

Die in Deutschland beliebtesten Shopsysteme Shopware, xt:Commerce, OXID eShop, Magento und PrestaShop liegen allesamt in der Profiklasse.

Enterprise-Shopsysteme richten sich vor allem an Konzerne und international agierende Großunternehmen. Die Lizenz- und Entwicklungskosten liegen häufig im sechsstelligen Bereich und rechnen sich daher nur für die ganz großen Online-Shops.

Bekannteste Shopsysteme im Bereich Enterprise sind Intershop, Demandware und Hybris.

Pure Player bezeichnen Eigenentwicklungen von Shopsystemen. In dieser Klasse finden sich unter anderem Amazon, eBay, Zalando und Otto. Diesen Unternehmen reichen die Standardlösungen nicht mehr aus, weshalb sie auf eigens für sie entwickelte Shopsysteme zurückgreifen müssen.

Open Source oder Closed Source?

Zusätzlich zu den oben genannten Klassen lassen sich die Shopsysteme auch nach dem Grad der Kommerzialisierung unterscheiden. Ob Sie sich für ein Open Source Shopsystem entscheiden oder für ein kommerzielles, hängt im Wesentlichen von Ihren Bedürfnissen und technischen Kenntnissen ab.

Für Open Source Systeme fallen keinerlei Lizenzgebühren an und meist helfen andere Nutzer bei technischen Fragen kostenlos weiter. Je nach Shopsystem sind diese Communities sehr groß und lebhaft, sodass sie auch bei komplexen Problemen, individuellen Weiterentwicklungen und anderen Herausforderungen unterstützen. Voraussetzung ist jedoch, dass ein Entwickler/Programmierer zur Verfügung steht oder Sie selbst Kenntnisse in diesem Bereich haben.

Zu den Open Source Shopsystemen gehören zum Beispiel OXID eShop, modified eCommerce und Magento. Eine gute Übersicht zu 14 bekannten Shopsystemen hat t3n zusammengestellt.

Für kommerzielle Lösungen dagegen wird eine Lizenzgebühr fällig. Dafür kann man sich in den meisten Fällen auf guten Kundensupport und auf langjährige Erfahrungen in der Praxis verlassen.

Zu den Closed Source Shopsystemen gehören unter anderem JTL Shop3 und xt:Commerce.

Einige Anbieter, wie zum Beispiel Magento, OXID eShop und Shopware, setzen auf sogenannte Dual-Licence-Modelle. Hier werden eine kostenfreie Open Source Variante, häufig als Community Version bezeichnet, und parallel eine kostenpflichtige Closed Source Variante, häufig als Enterprise Version bezeichnet, angeboten.

Das beste Shopsystem finden

„Das beste Shopsystem“ gibt es nicht! Es gibt aber mit Sicherheit das Shopsystem, das genau zu Ihren Anforderungen, zu Ihren Bedürfnissen und zur Strategie Ihres Online-Shops passt.

Damit Sie sich in der Fülle an Angeboten nicht verlieren, können Sie sich an folgende kleine Checkliste halten:

  • Wie groß ist mein Online-Shop?
  • Welche Ziele verfolge ich mit meinem Online-Shop?
  • Welche Bedürfnisse und Anforderungen habe ich an das Shopsystem?
  • Welche Dinge sind mir noch wichtig (z.B. eine gut designte Benutzeroberfläche oder technisch einwandfreie Dokumentation)?
  • In welche Klasse ordne ich meinen Online-Shop ein? Einsteiger, Profi oder Enterprise?
  • Suche ich nach einem Open Source oder einem Closed Source Shopsystem? Oder ist das nicht relevant?

Auf Grundlage Ihrer Antworten können Sie dann ganz konkret nach einem Shopsystem suchen. Einen guten Überblick mit der Möglichkeit, Shopsysteme direkt zu vergleichen, bietet unter anderem ecomparo.

Über den Autor Holger Bosk

Holger Bosk ist Chief Software Architect bei der Novalnet AG. Zu dem hat er noch jahrelange Erfahrung im Payment-Sektor ...

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