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Was ist Remarketing und wie wird es effektiv eingesetzt?

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Remarketing, häufig auch Retargeting genannt, ist eine der erfolgversprechendsten Strategien im Online-Marketing. Wir zeigen Ihnen, was genau Remarketing kennzeichnet und wie Sie es für Ihre Seite einsetzen können.

Was ist Remarketing?

Das kennen Sie bestimmt auch: Eben suchen Sie bei amazon nach einem bestimmten Buch, schon werden Ihnen auch auf anderen Webseiten Anzeigen von amazon für dieses Buch angezeigt. Diese Strategie gehört ins Feld des Remarketing.

Denn Remarketing oder Retargeting beschreibt ein Verfahren, mit dem Besucher einer Website oder eines Online-Shops bei ihrem Besuch auf anderen Website mit gezielter Werbung der früher besuchten Seite oder des früher besuchten Shops konfrontiert werden.

Das Ziel des Remarketings liegt auf der Hand: Nutzern, die sich bereits für ein Produkt interessieren, es aber noch nicht gekauft haben, wird gezielte Werbung eingeblendet. Die Werberelevanz steigt und die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer das betreffende Produkt kaufen, nimmt zu.

Wie läuft Remarketing ab?

Prinzipiell verläuft Retargeting in 3 Schritten:

1. Nutzer interessieren sich für ein Produkt in einem Online-Shop.

2. Sie verlassen den Online-Shop und surfen zu einer anderen Seite weiter. Dort werden Banner für exakt die Produkte angezeigt, die sich die Nutzer im vorherigen Online-Shop angesehen aber nicht gekauft haben.

3. Die Nutzer sehen den Banner, erinnern sich an das Produkt und kehren zum Online-Shop zurück, wo sie das Produkt nun kaufen.

Doch auch für Nutzer, die im Online-Shop bereits Produkte gekauft haben, funktioniert Retargeting. Hier werden statt des gekauften Produkts ergänzende Artikel angeboten. Hat ein Nutzer zum Beispiel im ersten Online-Shop Jogging-Schuhe gekauft, können ihm auf den folgenden Seiten flankierende Produkte wie Laufhosen, Funktionswäsche oder Pulsmesser angeboten werden.

Wie lässt sich Remarketing technisch umsetzen?

Über Cookies eines Adservers werden die Intentionen des Nutzers gespeichert. So wird das Verhalten auf der eigenen Shopseite ausgewertet und darauf basierend Werbeanzeigen auf den Folgeseiten ausgespielt.

Beachten Sie aber die rechtlichen Vorgaben! Die Verwendung von Cookies muss offengelegt werden und die Nutzer müssen dem aktiv zustimmen. Auch muss die Möglichkeit des Opt-outs gegeben sein.

Remarketing mit Google

Google bietet seinen Kunden umfangreiche Informationen zum Einsatz von Retargeting.

Über Google AdWords haben Sie hier die Möglichkeit, verschiedene Strategien einzusetzen:

- Standard-Remarketing

- dynamisches Remarketing

- Remarketing für mobile Apps

- Anlegen von Remarketing-Listen für Suchanzeigen

- Video-Remarketing

Standard-Remarketing bezeichnet das Verfahren, Besuchern Ihres Online-Shops auf später aufgerufenen Seiten Werbung anzeigen zu lassen. Diese Werbung ist statisch und verweist lediglich auf Ihren Online-Shop

Dynamisches Remarketing führt noch schneller zum Ziel. Hier werden Anzeigen geschaltet, die entweder das noch nicht gekaufte Produkt bewerben oder ergänzende Artikel zum bereits gekauften anzeigen.

Mit Remarketing für mobile Apps und Video-Remarketing beziehen Sie auch diejenigen Nutzer mit ein, die Apps Ihres Online-Shops nutzen oder sich bereits Videos Ihres YouTube-Kanals angesehen haben.

Remarketing-Listen für Suchanzeigen können Sie anlegen, um Besuchern Ihres Online-Shops bei späteren Google-Suchanfragen Ihre AdWords-Werbung anzeigen zu lassen.

Remarketing mit Facebook

Auch mit Facebook lassen sich vielversprechende Remarketing-Kampagnen anlegen. Mit der Einstellung einer „Custom Audience“ lassen sich direkt Besucher des eigenen Online-Shops und Nutzer eigener Apps festlegen.

Besonders interessant ist der Import von Kontakten über Datendateien oder über den Newsletter-Versender MailChimp. So lassen sich bereits bestehende Kunden direkt ansprechen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie bei Ihnen und bei Facebook mit der gleichen E-Mail-Adresse angemeldet sind.

Besonders interessant bei Facebook ist die Möglichkeit, eine „lookalike audience“ anzulegen. Durch den Einsatz eines Cookie können Sie die Besucher eines bestimmten Produkts bestimmen. Nun haben Sie die Möglichkeit, diese Besucher als Basis-Zielgruppe bei Facebook anzulegen. Auf dieser Grundlage können Sie nun sogenannte Zwillingszielgruppen erstellen lassen.

Dazu zieht Facebook die Nutzerdaten heran und erstellt Ihnen eine Zielgruppe, die in Herkunftsland, Alter, Geschlecht, Interessen und anderen Merkmalen Ihrer Basis-Zielgruppe entspricht. Sie erhalten so eine Gruppe, die sich sehr wahrscheinlich auch für Ihre Produkte interessiert.

Eine ausführliche, allerdings englischsprachige, Anleitung, wie Sie eine Remarketing-Kampagne für Facebook anlegen, finden Sie socialmediaexaminer.com.

Vor- und Nachteile von Remarketing

Die Vorteile von Retargeting sind immens. Sie sprechen potenzielle Käufer zielgerichtet an und zeigen genau die Produkte, für die sie sich interessieren. Durch das genaue Festlegen der Zielgruppe erhöhen sich die Klickrate und die Conversion Rate. Das festgelegte Budget lässt sich daher gewinnbringend einsetzen und die Streuverluste sind extrem gering.

Zu den Nachteilen gehören die strikten Datenschutzbestimmungen, die Sie unbedingt einhalten müssen. Zudem können Nutzer sich schnell „verfolgt“ fühlen, wenn ihnen Werbung für genau die Produkte angezeigt wird, die sie gesucht haben.

Über den Autor Marek Henschke

Marek Henschke ist seit dem Jahr 2006 im Online Marketing tätig und ist der Online Marketing Manager von der Novalnet AG.

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