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STP-Prozess

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STP-Prozess

Im Rahmen der Einführung des europäischen Zahlungsverkehrsraums, kurz SEPA (Single Euro Payments Area), und der damit einhergehenden Umstellung auf die europaweit einheitlichen Zahlungsverfahren wie die SEPA-Überweisung und die SEPA-Lastschrift hat sich der englische Begriff STP für Straight Through Processing etabliert. Hierunter ist die Interoperabilität von Transaktionen, also die von Anfang bis Ende der Prozesskette automatisierte Abwicklung von Zahlungsaufträgen zu verstehen. Um dies gewährleisten zu können, war eine Standardisierung der Zahlungsverfahren auf europäischer Ebene unerlässlich. Mit der SEPA-Umstellung wurde dieser Forderung nach einer Schaffung neuer europäischer Standardverfahren Rechnung getragen. In Deutschland wurde diese Standardisierung durch die Arbeit der Deutschen Kreditwirtschaft und der hieraus resultierenden Abkommen im Zahlungsverkehr erreicht. Mit der Verwendung der internationalen Kontonummer IBAN (International Bank Account Number) und der internationalen Bankleitzahl BIC (Business Identifier Code) zur Kontoidentifizierung wurden die grundlegenden Voraussetzungen für STP-Transaktionen geschaffen.

Hindernisse für STP-Prozesse

Bei den bisherigen nationalen Zahlungsverfahren konnten Auftraggeber den Verwendungszweck auf insgesamt 378 Zeichen angeben und so den Grund der Transaktion hinreichend spezifizieren. Unter anderem wurden an dieser Stelle das Rechnungsdatum und die Rechnungsnummer angegeben, um dem Zahlungsempfänger eine eindeutige Zuordnung zu Positionen in der Buchführung zu ermöglichen. Bei den SEPA-Verfahren ist die Zeichenanzahl des Verwendungszwecks auf 140 Stellen begrenzt. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass die aktuellen STP-Prozesse bei der automatisierten Verbuchung gestört werden, weil eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich werden könnte. Insbesondere bei eingehenden Zahlungen sind Unternehmen darauf angewiesen, dass der Zahlungspflichtige alle relevanten Daten in den 140 Zeichen des Verwendungszwecks eingibt. Sollten bestimmte Informationen, wie die Rechnungsnummer, fehlen oder unvollständig sein, ist eine manuelle Nachbearbeitung unerlässlich, um die Zahlung entsprechend zuordnen zu können.

STP-Rate

Kann eine Zahlung, nachdem sie generiert und weitergeleitet wurde, durch sämtliche involvierten Zahlungssysteme an die Bank des Zahlungsempfängers ausgeliefert werden, ohne dass manuelle Eingriffe erforderlich sind, spricht man von einer STP-Transaktion. Unter der STP-Rate ist der Anteil der Transaktionen zu verstehen, der von Anfang bis Ende in einem Prozess vollautomatisiert abgewickelt werden kann.